# Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan

> Brauerei in Freising: 16 Biersorten nach bayerischem Reinheitsgebot, inklusive Entalkoholisierung, jährlich rund 450.000 hl

## Auf einen Blick

- **Ort:** Freising
- **Website:** https://www.weihenstephaner.de
- **Gegründet:** 1040
- **Mitarbeiter:** 184
- **Verfahren:** Bierbrauen (16 Biersorten, obergärig/untergärig), Entalkoholisierung von Bier durch Fallstrom-Verdampfung unter Vakuum, Herstellung von Desinfektionsmittel aus anfallendem Ethanol (COVID-19-Pandemie), Bierfiltration, Gärung und Lagerung (Gär- und Lagertanks, Kombikeller mit 24 Gär-/Lager-/Drucktanks, 680–1040 hl), Logistik/Abfüllung und Konfektionierung im Logistikzentrum (CO2-neutral, 10.700 m²), Brauereiführungen, Fanshop/Onlineshop, Anschauungsbetrieb für TU München (Ausbildung, Praktika), Produktion von Desinfektionsmittel aus Eigenethanol (zeitweise COVID-19)
- **Werkstoffe:** Wasser, Gerste (Malz), Hopfen, Ethanol (Nebenprodukt Entalkoholisierung), Ethanol
- **Zertifikate:** EMAS (Eco Management and Audit Scheme)
- **Branchen:** Brauwesen/Getränkeindustrie, Gastronomie, Handel
- **Profil:** https://amplifa-marketplace.com/anbieter/bayerische-staatsbrauerei-weihenstephan

## Über uns

Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan ist ein Regiebetrieb des Freistaates Bayern mit Sitz auf dem Weihenstephaner Berg in Freising. Seit dem Erwerb des Brau- und Schankrechts im Jahr 1040 werden hier Bier nach dem bayerischen Reinheitsgebot aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen gebraut; heute umfasst das Sortiment 16 Biersorten, darunter alkoholfreie Biere, die per Vakuum-Fallstromverdampfung entalkoholisiert werden. Die Wertschöpfung umfasst Brauen, Gärung und Lagerung, Filtration, Abfüllung sowie Konfektionierung und Logistik im eigenen Logistikzentrum. Die Brauerei arbeitet eng mit der TU München zusammen und dient als Anschauungsbetrieb für Studierende der Brau- und Getränketechnologie; die Qualitätskontrolle übernimmt das wissenschaftliche Zentrum der Universität. 2023 betrug der Jahresausstoß 453.463 hl bei rund 184 Mitarbeitenden und einem Umsatz von etwa 46,65 Mio. €. Vertrieben wird in über 60 Länder, mit den größten Absatzmärkten neben Deutschland in Österreich, Italien, den USA und Australien.

## Verfahren & technische Grenzen

- Bierbrauen (16 Biersorten, obergärig/untergärig)
- Entalkoholisierung von Bier durch Fallstrom-Verdampfung unter Vakuum
- Herstellung von Desinfektionsmittel aus anfallendem Ethanol (COVID-19-Pandemie)
- Bierfiltration
- Gärung und Lagerung (Gär- und Lagertanks, Kombikeller mit 24 Gär-/Lager-/Drucktanks, 680–1040 hl)
- Logistik/Abfüllung und Konfektionierung im Logistikzentrum (CO2-neutral, 10.700 m²)

## Maschinenpark

- 1× Entalkoholisierungsanlage (Fallstrom-Verdampfung unter Vakuum)
- 1× Entalkoholisierungs-Maschine für alkoholfreies Bier (seit über 30 Jahren plus neue Maschine)
- 1× Filtrationsanlage
- 15× Gär- und Lagertanks (Lagerkeller)
- 24× Gär-, Lager- und Drucktanks im Kombikeller (12–13 m hoch, 680–1040 hl)
- 1× Hefesammeltank
- Wärmepumpen im CO2-neutralen Logistikzentrum (100% Ökostrom)

## Standorte

- Freising (Weihenstephaner Berg) – Stammwerk Brauerei
- Freising (Clemensänger) – Logistikzentrum (Abfüllung, Konfektionierung, Versand)

## Historie

- 725: Gründung des Benediktinerklosters auf dem Nährberg durch den heiligen Korbinian
- 768: Erste Erwähnung von Hopfenanbau in Weihenstephan
- 955: Zerstörung des Klosters durch die Ungarn
- 1040: Abt Arnold erwirbt das Brau- und Schankrecht – Geburtsstunde der Klosterbrauerei
- 1085: Beginn einer Reihe von Katastrophen: zwischen 1085 und 1463 vier Brände, Pest, Hungersnöte, Erdbeben
- 1336: Zerstörung durch Kaiser Ludwig den Bayer; wiederholter Wiederaufbau
- 1516: Herzog Wilhelm IV. erlässt das bayerische Reinheitsgebot
- 1803: Säkularisation: Auflösung des Klosters, Brauerei geht in Staatsbesitz über
- 1852: Verlegung der landwirtschaftlichen Zentralschule nach Weihenstephan; Entwicklung zum Zentrum der Brautechnologie
- 1921: Bezeichnung Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan; seit 1923 großes bayerisches Staatswappen als Firmenzeichen
- 2000: Josef Schrädler übernimmt die Leitung
- 2019: Inbetriebnahme des CO2-neutralen Logistikzentrums in Clemensänger (ca. 16 Mio. € Investition)
- 2021: Anschaffung einer größeren Entalkoholisierungsanlage
- 2022: EMAS-Zertifizierung und erste Umwelterklärung
- 2024: Fertigstellung des Kombikellers mit 24 Tanks (Projekt 2023–2024)

## Kontakt

- Alte Akademie 2
- 85354 Freising
- +49 8161 / 536-0
- info@weihenstephaner.de
