# Stahlwerk Annahütte Max Aicher GmbH & Co. KG

> Hersteller von Stab- und Gewindestahl mit über 2.500 Stahllegierungen für Industrie und Bauwesen.

## Auf einen Blick

- **Ort:** Hammerau, Gemeinde Ainring
- **Website:** https://www.annahuette.com
- **Gegründet:** 1537
- **Mitarbeiter:** ca. 680 (Wikipedia)
- **Verfahren:** Stabstahlherstellung (Walzen von Rundstahl im Qualitäts- und Edelbaustahlsegment), Gewindestahl-Produktion, Walzen von Stabstahl, Gewindestahl, Betonstahl aus 6 m langen Rohstrangknüppeln (Hubbalkenofen), Recken von Gewinde-/Spannstahl (wasservergütet, gereckt und angelassen), Adjustage für Anker- und Spannstähle sowie Bewehrungstechnik-Produkte, Systemlösungen für Gewindestahlsysteme (SAS), Zubehörteile für Gewinde- und Spannstähle, Bewehrungstechnik-Adjustage, Prüfung (200-t-Schenck-Zerreißmaschine für dynamische Versuche), CE-gekennzeichnete Bauprodukte
- **Werkstoffe:** Qualitäts- und Edelbaustahl (> 2.500 Stahllegierungen), Gewindestahl (Ø 12-75 mm), Betonstahl, Spannstahl, Rohstrangknüppel, Qualitäts- und Edelbaustahl, Gewindestahl (Ø 12–75 mm)
- **Zertifikate:** ISO TS 16949:2002, ISO TS 16949:2002 (seit 2003, Nachfolger von QS 9000/VDA 6.1)
- **Branchen:** Automobilindustrie, Ketten- und Werkzeugindustrie, Spann- und Bewehrungstechnik, Ankertechnik, Schalungstechnik, Geotechnik, Tunnel- und Bergbau, Technischer Ingenieurbau, Vorspanntechnik, Kraftwerksbau, Technischer Ingenieurbau
- **Profil:** https://amplifa-marketplace.com/anbieter/stahlwerk-annahuette-max-aicher

## Über uns

Das Stahlwerk Annahütte Max Aicher GmbH & Co. KG ist ein in Hammerau bei Ainring im Landkreis Berchtesgadener Land ansässiges stahlverarbeitendes Unternehmen, dessen Ursprünge bis in das Jahr 1537 zurückreichen. Das Werk produziert Rundstahl im Qualitäts- und Edelbaustahlsegment mit einem Sortiment von über 2.500 Stahllegierungen sowie Gewindestahl im Durchmesserbereich von 12 bis 75 mm und Zubehörteilen für Gewinde- und Spannstahlsysteme unter der Marke SAS. Im Walzwerk werden 6 Meter lange Rohstrangknüppel im Hubbalkenofen erhitzt und zu Stabstahl, Gewindestahl und Spannstahl ausgewalzt, gereckt und weiterbearbeitet. Die Stabstähle gehen unter anderem an die Automobilindustrie sowie die Ketten- und Werkzeugindustrie, während Gewinde- und Spannstähle in Spann- und Bewehrungstechnik, Anker-, Schalungs- und Geotechnik, im Tunnelbau und in der Vorspanntechnik eingesetzt werden. Mit rund 600 Mitarbeitenden und einer Produktionskapazität von mehr als 240.000 Tonnen Stahl pro Jahr beliefert das Unternehmen Kunden weltweit. Das Stahlwerk gehört zur Max Aicher Stiftung.

## Verfahren & technische Grenzen

- Stabstahlherstellung (Walzen von Rundstahl im Qualitäts- und Edelbaustahlsegment)
- Gewindestahl-Produktion
- Walzen von Stabstahl, Gewindestahl, Betonstahl aus 6 m langen Rohstrangknüppeln (Hubbalkenofen), max. Länge 6 m (Knüppel)
- Recken von Gewinde-/Spannstahl (wasservergütet, gereckt und angelassen)
- Adjustage für Anker- und Spannstähle sowie Bewehrungstechnik-Produkte

## Maschinenpark

- Hubbalkenofen
- Walzwerk / Feineisenwalzstraße
- 2× Reckanlage
- 1× Schenck-Zerreißmaschine für dynamische Versuche Schenck
- Werkseisenbahn

## Standorte

- Hammerau (bei Ainring) – Stammwerk: Stahlproduktion, Walzwerk, Adjustage
- Fairfield, New Jersey – Vertriebsstandort SAS Stressteel Inc.
- Parndorf – Schwesterwerk, Mattenfabrikation

## Historie

- 1537: Fürsterzbischof Matthäus Lang erteilt am 2. Oktober die urkundliche Erlaubnis zur Förderung und Verarbeitung von Eisenerz – Geburtsstunde der Annahütte.
- 1866: Neues Blechwalzwerk in Hammerau.
- 1877: Größeres Walzwerk, Turbine und Gussschweißofen.
- 1906: Kauf durch die Fürstlich Hohenzollernsche Hüttenverwaltung Laucherthal-Sigmaringen (1. August).
- 1932: Alfred Zeller übernimmt die „Annahütte“ erneut.
- 1975: Max Aicher erwirbt im November die gesamte Werksanlage; Umbenennung in „Stahlwerk Annahütte Max Aicher GmbH & Co. KG“.
- 1976: Wiederanlauf des Walzwerks mit Betonstahlproduktion.
- 1977: Bau einer Werkseisenbahn und mehrerer Straßen auf dem Betriebsgelände.
- 1982: Modernisierung der Walzstraße inklusive neuem Hubbalkenofen (45 t/h).
- 1983: Inbetriebnahme der Eisenbiegerei.
- 1984: Produkterweiterung auf Gewinde- und Spannstähle; Stilllegung der Betonstahlproduktion; Inbetriebnahme von zwei Reckanlagen und der ersten Adjustagebetriebe; Installation der 200-t-Schenck-Zerreißmaschine.
- 1986: Patentanmeldungen für die Spannstahlproduktion (wasservergütet, gereckt und angelassen); erstmalige Herstellung von Gewindeformaten mit Durchmesser 40 und 50 mm.
- 1993: Inbetriebnahme einer vollkontinuierlichen Feineisenwalzstraße.
- 1996: Aufbau der Fertigung von Zubehörteilen für Gewinde- und Spannstähle.
- 1997: Verlagerung der Mattenfabrikation ins österreichische Schwesterwerk Parndorf.
- 2000: Bau einer Adjustage für Bewehrungstechnik-Produkte.
- 2002: Gründung des ersten Vertriebsstandorts in den USA (SAS Stressteel Inc., Fairfield, New Jersey).
- 2003: Umstellung des Qualitätsmanagementsystems von QS 9000/VDA 6.1 auf ISO TS 16949:2002.
- 2007: Erweiterung des US-Vertriebs durch Erwerb der Firma AVAR Construction.
- 2026: Die Science Based Targets initiative (SBTi) bestätigt die Klimaziele des Unternehmens; Einsatz der SAS SN-Anker in der Kraftwerksgruppe Kaprun.
