# VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau

> Planung, Projektierung und Fertigung von Großkraftwerken und Kernkraftwerkskomponenten in der DDR.

## Auf einen Blick

- **Ort:** Berlin
- **Website:** https://kombinatsdirektoren.de/
- **Gegründet:** 1969
- **Verfahren:** Planung und Projektierung von Großkraftwerken, Herstellung von Kraftwerkskomponenten und Teilanlagen, Konzeption von Kernenergieprogrammen, Standortfindung für Kernkraftwerke, Entwicklung von Bautechnologien, Montage und Inbetriebnahme von Hilfsanlagen des 1. Kreislaufs, Ausrüstungen für den 2. Kreislauf, Wasseraufbereitung und -versorgung, Übertragungsleitungen, Straßen- und Verkehrswege, Koordination von Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Erprobung von Ausrüstungen zur, Koordination des Ausbaus des Kernkraftwerks Greifswald (Blöcke 5 und 6)
- **Werkstoffe:** Planung und Projektierung von Großkraftwerken
- **Branchen:** Kraftwerksanlagenbau, Kernenergie, Energiesektor
- **Profil:** https://amplifa-marketplace.com/anbieter/veb-kombinat-kraftwerksanlagenbau

## Über uns

Der VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau war ein 1969 gegründetes volkseigenes Kombinat der DDR mit Sitz in Berlin, das dem Ministerium für Kohle und Energie unterstand. Der Tätigkeitsbereich umfasste die Planung und Projektierung von Großkraftwerken sowie die Herstellung von Kraftwerkskomponenten und Teilanlagen. Das Kombinat konzipierte Kernenergieprogramme, übernahm die Standortfindung für Kernkraftwerke, entwickelte Bautechnologien und koordinierte Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Erprobung von Ausrüstungen zur Herstellung von Brennstoffelementen. Weitere Aufgaben waren Montage und Inbetriebnahme von Hilfsanlagen des 1. Kreislaufs, Ausrüstungen für den 2. Kreislauf sowie Wasseraufbereitung, -versorgung, Übertragungsleitungen und Verkehrswege. Ab 1976 koordinierte das Kombinat den Ausbau des Kernkraftwerks Greifswald, Blöcke 5 und 6. 1990 wurde das Kombinat im Zuge der Wende aufgelöst; der Anlagenbau-Sektor ging in der Kraftwerks- und Anlagenbau AG auf, die 1992 von der Treuhandanstalt verkauft und 1994 erneut privatisiert wurde.

## Standorte

- Berlin – Kombinatsitz; VEB Kernkraftwerksbau und VEB Energieprojektierung
- Radebeul – VEB Kraftwerksbau (Betrieb, ab 1969)
- Pirna – VEB Wissenschaftlich-Technisches Zentrum Kraftwerksanlagenbau (Betrieb, ab 1969)
- Dresden – VEB Dampfkesselbau Dresden-Übigau (Kombinatsbetrieb bis 1990, dann Kombinat Schiffbau)

## Historie

- 1950er: Gründung des VEB Atomkraftwerk (VEB AKW) zur Entwicklung, Planung und zum Bau von Atomkraftwerken; er unterstand dem Amt für Kernforschung und Kerntechnik (AKK).
- 1955: Freigabe der Kernforschung für die DDR durch die Sowjetunion; Gründung von AKK, Wissenschaftlichem Rat für die friedliche Anwendung der Atomenergie und Zentralinstitut für Kernphysik Rossendorf
- 1963: Betriebsteil Berlin Pankow des VEB Atomkraftwerk
- 1964–1966: Streit zwischen VEB AKW und ZfK Rossendorf über die Orientierung der Kernkraftnutzung (Druckwasserreaktor vs. Schneller Brüter)
- 1969: Zusammenschluss von VEB Kraftwerksbau Radebeul, VEB Kernkraftwerksbau Berlin, VEB Energieprojektierung Berlin und VEB WTZ Kraftwerksanlagenbau Pirna zum VEB Kombinat Kraftwerksanlagenbau Berlin
- 1976: Koordination des Ausbaus des Kernkraftwerks Greifswald, Blöcke 5 und 6
- 1978: Nach Auflösung der VVB trägt das Unternehmen ab Juli 1978 den Namen 'Kombinat Kraftwerksanlagenbau'
- 1990: Auflösung des Kombinats im Zuge der Wende; Gründung der Kraftwerks- und Anlagenbau AG (KAB), die den Anlagenbau-Sektor übernahm
- 1992: Verkauf der KAB AG durch die Treuhandanstalt an Kaneb-Furmanite (USA)
- 1994: Rückabwicklung des Verkaufs Anfang 1994; erneute Privatisierung
