# Weimarer Porzellanmanufaktur

> Herstellung von Haushalts- und Tafelporzellan sowie Kobaltporzellan in Blankenhain, Thüringen.

## Auf einen Blick

- **Ort:** Blankenhain
- **Website:** https://weimar-porzellan.de/
- **Gegründet:** 1790
- **Verfahren:** Porzellanfertigung (Tafelgeschirr, Tassen, Haushaltsporzellan), Industrieporzellan- und Isolatorenproduktion, Dekorbrand (Kobaltmalerei, Dekorationsbrennofen), Glüh- und Glattbrand, Porzellanherstellung, Weimarer Kobaltmalerei
- **Werkstoffe:** Porzellan (Keramik), Kobaltporzellan, Tonerde (aus Tannroda), Quarzsand, Feldspathaltiger Sand, Industrieporzellan / Isolatoren (HESCHO, TRI-DELTA)
- **Branchen:** Porzellan, Haushaltswaren, Tafelgeschirr
- **Profil:** https://amplifa-marketplace.com/anbieter/weimarer-porzellanmanufaktur

## Über uns

Die Weimarer Porzellanmanufaktur war ein deutsches Porzellanunternehmen mit Sitz in Blankenhain (Thüringen), das von 1790 bis 2018 Porzellan fertigte. Das Sortiment umfasste Tafelgeschirr, Tassen und Haushaltsporzellan; bekannt wurde das Unternehmen insbesondere durch die ab etwa 1926 eingeführte Weimarer Kobaltmalerei. Die Rohstoffe Tonerde, Quarzsand und feldspathaltiger Sand stammten aus Tannroda, Schwarza und der Umgebung von Blankenhain und wurden in einer eigenen Mühle gemahlen und geschlämmt. Zur Fertigung gehörten Glüh- und Glattbrandöfen sowie ab 1963 moderne Elektro-Kobalt-Tunnelöfen; in der Dreherei wurde ab 1963 auf Rolleranlagen umgestellt. Die Produkte wurden ins Ausland exportiert, unter anderem nach England, in die Niederlande, nach Israel, Italien, Norwegen, Österreich, in die USA, nach Belgien, Finnland, Spanien und in die Schweiz. 2006/2007 wurde die Manufaktur von der Könitz-Gruppe übernommen; die Produktion in Blankenhain endete 2018.

## Verfahren & technische Grenzen

- Porzellanfertigung (Tafelgeschirr, Tassen, Haushaltsporzellan)
- Industrieporzellan- und Isolatorenproduktion
- Dekorbrand (Kobaltmalerei, Dekorationsbrennofen)
- Glüh- und Glattbrand

## Maschinenpark

- 1× Dampfmaschine (Masse­mühlenantrieb)
- 3× Glüh- und Glattbrand-Öfen
- Elektro-Kobalt-Tunnelöfen
- Rolleranlagen in der Dreherei
- 1× Dekorationsbrennofen
- Moderne Montage-/Fertigungslinie für Tassen

## Standorte

- Blankenhain – Produktion (bis 2018)

## Historie

- 1790: Gründung der Porzellanmanufaktur in Blankenhain durch Christian Andreas Speck; Konzession am 1. Juli 1790.
- 1797: Erste Porzellanerzeugnisse auf der Leipziger Messe.
- 1816: 155 Arbeiter beschäftigt.
- 1817: Fabrik nach Brand weitgehend zerstört; Wiederaufbau.
- 1830: Tod des Gründers Christian Andreas Speck; in der Folge mehrfach Besitzerwechsel.
- 1856: Übernahme durch die Familie Fasolt; ab 1879 Leitung durch die Söhne Max und Karl.
- 1900: Die Marke 'Rautenschild' erhält den Zusatz 'Germany' – Beleg für Exporttätigkeit.
- 1917: Erwerb durch Ernst Carstens (E. Carstens KG); Einführung der Weimarer Kobaltmalerei ab etwa 1926.
- 1928: Eintragung der Marke 'Weimar Porzellan'.
- 1948: Überführung in Volkseigentum am 18. Juli; später Eingliederung in das Kombinat Feinkeramik Kahla.
- 1962: Neue Produktionshalle; 1963 moderne Elektro-Kobalt-Tunnelöfen.
- 1992: Erwerb durch die Herbert Hillebrand Bauverwaltungs-Gesellschaft mbH von der Treuhandanstalt Erfurt; Führung als Weimar Porzellan GmbH.
- 1995: Konkurs im April; anschließender Verkauf der Fabrik.
- 2006/2007: Übernahme durch die Könitz-Gruppe (Könitz Porzellan GmbH); die Produktion in Blankenhain endete 2018.
