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Entwickelt und fertigt die orbitale Trägerrakete RFA One, das Helix-Hauptstromtriebwerk sowie Orbitaltransfer- und Frachtraumfahrzeuge.

Rocket Factory Augsburg AG
Augsburg (Hauptquartier, Fabrik) · Matosinhos (PT) · Kiruna/Esrange (SE) · Unst, SaxaVord Spaceport (GB)Neu auf Amplifa
Über Rocket Factory Augsburg
Die Rocket Factory Augsburg AG (RFA) ist ein deutsches Raumfahrtunternehmen, das 2018 als Spin-off der OHB SE gegründet wurde. Das Unternehmen entwickelt und fertigt die dreistufige orbitale Trägerrakete RFA One mit einer Nutzlastkapazität von bis zu 1600 kg in etwa 400 km hohe Erdorbits, das dritte Stufe bildet der Orbitaltransfer-Fahrzeug Redshift OTV. Herzstück ist das Helix-Triebwerk, ein sauerstoffreiches Hauptstromtriebwerk (Staged Combustion) mit je 100 kN Schub, von dem die Erststufe neun Einheiten trägt; die Zweitstufe nutzt eine vakuumoptimierte Version. Die Fertigung folgt dem Ansatz der Serienproduktion („build rockets just like cars“) und umfasst unter anderem die Herstellung von Composite-Strukturen, Triebwerksfertigung, kryogene Drucktests sowie Hot-Fire-Tests von Triebwerken und integrierten Stufen. Zu den Produkten zählt zudem das unbemannte Frachtraumschiff Argo mit bis zu 4000 kg Nutzlast hin und zurück zur Raumstation; sein Fenix-Triebwerk basiert auf Nitromethan. Kunden sind Satellitenbetreiber wissenschaftlicher und kommerzieller Missionen, darunter das DLR mit 150 kg Nutzlast auf jedem der ersten beiden RFA-One-Flüge. Das Hauptquartier mit Fabrik und Büros befindet sich seit März 2021 in Augsburg; weitere Standorte sind Matosinhos (Portugal, Composite-Strukturen), Kiruna/Esrange (Schweden, Triebwerksentwicklung und Tests) und der SaxaVord Spaceport auf Unst (Schottland, Startanlage und Teststand).
- Standort
- Augsburg
- Verfahren
- Fertigung von Composite-Strukturen (Composite material manufacturing für RFA One), Serienfertigung von Raketen („build rockets just like cars“, Serial Production), Kryogene Drucktests an Prototyp-Erststufe, Hot-Fire-Tests von Triebwerken (Helix) und integrierten Stufen, Startdienstleistungen (Launch Services), Orbital-Transfer-Dienst Redshift OTV (Last-Mile-Delivery, LEO bis GTO), Entwicklung und Bau von Trägerraketen und Raumfahrzeugen
- Werkstoffe
- RP-1 (Rocket-Grade-Kerosin), Flüssigsauerstoff (LOX), Nicht-Hydrazin-basierter, wiederzündbarer grüner Treibstoff (Redshift/Fenix), Faserverbundwerkstoff (Composite), Nitromethan-basierter Treibstoff
- Gegründet
- 2018
- Mitarbeiter
- >300
- Branchen
- Raumfahrt/NewSpace, Satellitenbetreiber (wissenschaftliche und kommerzielle Missionen)
- 01
Engineering und Triebwerksentwicklung (Helix, Fenix)
- 02
Fertigung von Composite-Strukturen (RFA Portugal, Matosinhos)
- 03
Fertigung und Montage der Stufen in Augsburg
- 04
Kryogene Drucktests
- 05
Hot-Fire-Tests an Triebwerken und integrierten Stufen (Kiruna, SaxaVord)
- 06
Startbetrieb (Launch Services) und Orbitaltransfer (Redshift OTV)
Werkstoffe & Verfahren
RP-1 (Rocket-Grade-Kerosin)
Treibstoff des Helix-Hauptstromtriebwerks in Erst- und Zweitstufe.
Flüssigsauerstoff (LOX)
Oxidator der Helix-Triebwerke im Hauptstromprozess.
Nitromethan-basierter Treibstoff
Nicht-Hydrazin-basierter, wiederzündbarer Treibstoff für die Fenix-Triebwerke der Redshift-OTV-Kickstufe.
Faserverbundwerkstoff (Composite)
Wird in Portugal entwickelt und qualifiziert für Strukturen der RFA One.
Standorte
Augsburg
DEHauptquartier, Fabrik und Büros (Berliner Allee 65)
- Losgröße
- Serienproduktion
- Helix-Hauptstromtriebwerk (9× Erststufe, 1× Vakuumversion Zweitstufe)
- Fenix-Triebwerk
Matosinhos
PTTochterfirma RFA Portugal Unipessoal LDA – Entwicklung und Qualifizierung von Composite-Strukturen
- Werkstoffe
- Faserverbundwerkstoff (Composite)
Kiruna (Esrange)
SEEntwicklungs- und Teststand Raketenantriebe
- Hot-Fire-Teststände
Unst, Shetlandinseln (SaxaVord Spaceport)
GBExklusiver Zugang zu Launch Pad Fredo, Startanlage und Teststand
- Losgröße
- Geplant monatliche Starts
- Startanlage Launch Pad Fredo
- Teststand
Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Fertigung von Composite-Strukturen (Composite material manufacturing für RFA One)Fügen | – | – | – | – | Faserverbundwerkstoffe (Composites) |
| Serienfertigung von Raketen („build rockets just like cars“, Serial Production)Montage | – | – | – | – | – |
| Kryogene Drucktests an Prototyp-ErststufePrüfung | – | – | – | – | – |
| Hot-Fire-Tests von Triebwerken (Helix) und integrierten StufenPrüfung | – | – | – | – | – |
2 Anlagen & Maschinen
| Maschine | Hersteller / Modell | Anzahl | Arbeitsraum | Baujahr | Standort |
|---|---|---|---|---|---|
| Raketen-Haupttriebwerk (staged combustion) | Rocket Factory Augsburg Helix | 9 (Erststu | – | – | Augsburg / Teststand Esrange Kiruna (Schweden) / SaxaVord Spaceport (Schottland) |
| Triebwerk Kickstufe/OTV (Nitromethan-basiert, wiederzündbar) | Rocket Factory Augsburg Fenix | – | – | – | – |
Zusatzleistungen
Referenzkunden
Historie
- 2018
Gründung als Spin-off der OHB SE durch Jörn Spurmann, Stefan Brieschenk, Hans Steiniger und Marco Fuchs; Investoren: OHB SE und Apollo Capital Partners GmbH.
- 2021
Umzug im März in neue Hauptquartiers-Fabrik in Augsburg (Berliner Allee 65); August: Beginn kryogener Drucktests am Prototyp der ersten Stufe; Juni: Gründung der portugiesischen Tochter RFA Portugal.
- 2022
April: 2. Platz beim DLR-Microlauncher-Wettbewerb und 11 Mio. € ESA-Fördergelder; Juli: erste Hot-Fire-Tests des Helix-Triebwerks.
- 2023
Januar: exklusiver Zugang zu Launch Pad Fredo am SaxaVord Spaceport; Juni: als erstes europäisches Unternehmen vollständiger Oberstufen-Test mit Helix-Hauptstromtriebwerk (280 s); August: 30 Mio. € Investment durch KKR; Ankündigung des Frachtraumschiffs Argo.
- 2024
Mai: Hot-Fire-Kampagne der ersten Stufe am SaxaVord Spaceport mit vier Helix-Triebwerken; 19. August: Anomalie beim Static-Fire-Test mit neun Triebwerken, Explosion und Zerstörung der Stufe; November: 11,8 Mio. € durch das ESA-Boost!-Programm.
- 2025
Januar: Lizenz der britischen CAA für zehn Starts; April: Indulis Kalnins übernimmt die CEO-Rolle von Stefan Tweraser; Juli: Vorwahl der ESA als einer von fünf Kandidaten für die European Launcher Challenge; erster Start der RFA One von SaxaVord geplant.