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Gewinnung und Aufbereitung von Hartgestein für Strassen-, Bahn- und Wasserbau aus dem Toggenburg.

ST

Steinbruch Starkenbach AG

Alt St. Johann (Steinbruch Starkenbach), CHNeu auf Amplifa

1919Betriebsbeginn Steinbruch (AG-Konstituierung November 2024)
CHE-316.983.919UID / Handelsregister-Nr.
AktiengesellschaftRechtsform
Körnungen 0–3 mm bis >1400 kgProduktspektrum
Gleisschotter 32/50 und 63/120 mm nachSchienenbauprodukte

Hartgestein aus Starkenbach – Tradition seit 1919

Die Steinbruch Starkenbach AG betreibt den seit 1919 bestehenden Steinbruch in Starkenbach zwischen Alt St. Johann und Stein im Obertoggenburg (Kanton St. Gallen). Im November 2024 wurde der ehemals kantonal betriebene Betrieb als eigenständige Aktiengesellschaft aus der kantonalen Verwaltung ausgelöst. Das Unternehmen gewinnt mit moderner Sprengtechnik Hartgestein (Schrattenkalk) und bereitet es zu Schotter, Splitt, Brechsand, Korngemischen, Vorlegesteinen und Gleisschotter nach SBB-Anforderungen auf. Die Kette umfasst Grossbohrlochsprengungen, Vorbrechen, Brechen, Sieben und Silolagerung mit Förderbandsystem und eigenem Fuhrpark. Die Produkte dienen dem Strassenbau, Bahnbau, Wasser- und Landschaftsbau, Feld- und Waldwegebau sowie dem Gartenbau; zudem werden Aushubannahme (Deponietyp A) und Wiederauffüllung angeboten. Seit März 2025 leitet Adrian Kocher das Unternehmen; der Ausbau vom Interims- zum Vollbetrieb ist geplant.

Standort
Alt St. Johann
Verfahren
Felsabbau mittels Sprengtechnik (Grossbohrlochsprengungen), Gesteinsaufbereitung: Brechen/Zerkleinerung (Vorbrecheranlage, Brechanlagen), Sieben/Klassierung in Korngruppen (Siebanlagen), Materialtransport mittels Förderbandsystem, Herstellung von Vorlegesteinen und Sohlensteinen für Wasserbau, Strassenbau und Trockensteinmauern, Herstellung von Gleisschotter nach SBB-Anforderungen, Herstellung von Schotter, Splitt, Brechsand, Kiesgemischen, ungebundenen Gemischen, Planiekis, Aushubannahme/Wiederauffüllung (Deponietyp A gem. VVEA)
Werkstoffe
Hartgestein, Kieselkalk, Schrattenkalk, Kalkstein, Sandstein, Hartgestein (Schrattenkalk), Grossbohrlochsprengungen, Sieb-, Silo- und Brechanlagen
Zertifikate
Materialprüfung (Los Angeles-Koeffizient, externes Prüflabor)
Gegründet
1919 (Stei
Branchen
Strassenbau, Bahnbau (Gleisschotter nach SBB-Anforderungen), Wasserbau, Garten- und Landschaftsbau, Tiefbau, Feld- und Waldwegebau
  1. 01

    Sprengtechnik (Grossbohrlochsprengungen)

  2. 02

    Vorbrechen (Blöcke < 0,5 m³)

  3. 03

    Brechen

  4. 04

    Sieben/Klassierung in Korngruppen

  5. 05

    Silo-/Depotlagerung

  6. 06

    Maschinelle Verladung und Verwiegung

  7. 07

    Lieferung mit eigenem Fuhrpark

Gesteine und Verfahren

SG

Hartgestein (Schrattenkalk)

Hauptrohstoff für Gleisschotter, Schotter, Splitt und Vorlegesteine mit hoher Festigkeit.

KK

Kieselkalk

Ursprünglicher Rohstoff des Abbaus bis ca. 1980, u. a. für Hartschotter der Bodensee-Toggenburgbahn.

Kalkstein

Kalkstein

Bestandteil ungebundener Gemische für Tragschichten im Strassen- und Wegebau.

Sandstein

Sandstein

Bestandteil ungebundener Gemische gemäss SN EN 13285 / SN EN 13242.

Sprengtechnik

Grossbohrlochsprengungen

Felsabbau in bis zu 30 m hohen Wandstufen (Gesamthöhe ca. 60–70 m).

Sieben

Sieb-, Silo- und Brechanlagen

Klassierung der Körnungen von 0–3 mm bis 120–300 mm bzw. Vorlegesteine bis >1400 kg.

Standort

Alt St. Johann (Starkenbach)

CH

Steinbruch, Aufbereitung und Verwaltung (Hauptsitz)

Stückgewicht / Größe
Vorlegesteine 10 kg bis >1400 kg
Losgröße
20-t-Loselieferungen Gleisschotter; Transport ab 24 t/Fuhre
Werkstoffe
Hartgestein (Schrattenkalk)
  • Vorbrecheranlage
  • Brechanlagen
  • Sieb- und Siloanlagen
  • Förderbandsystem
  • Entstaubungsanlage
  • Radlader
  • Raupenbagger
  • Dumper
  • LKW (2-, 3- und 4-achsig)
  • Hydraulikbagger

Branchen

StrassenbauBahnbau (Gleisschotter nach SBB-Anforderungen)WasserbauGarten- und LandschaftsbauTiefbauFeld- und Waldwegebau

Verfahren & technische Grenzen

VerfahrenToleranzMax. BauteilGewichtLosgrößeWerkstoffe
Felsabbau mittels Sprengtechnik (Grossbohrlochsprengungen)Steinbruch/Gesteinsgewinnung––––Hartgestein, Schrattenkalk
Gesteinsaufbereitung: Brechen/Zerkleinerung (Vorbrecheranlage, Brechanlagen)Steinbruch/Gesteinsaufbereitung––––Hartgestein, Kalkstein, Sandstein
Sieben/Klassierung in Korngruppen (Siebanlagen)Steinbruch/GesteinsaufbereitungKörnungen 0-3mm bis 120-300mm–––Hartgestein
Materialtransport mittels FörderbandsystemSteinbruch/Gesteinsaufbereitung–––––
Herstellung von Vorlegesteinen und Sohlensteinen für Wasserbau, Strassenbau und TrockensteinmauernSteinbruch/GesteinsaufbereitungKörnung 10-100kg bis >1400kg–10 kg–Hartgestein
Herstellung von Gleisschotter nach SBB-AnforderungenSteinbruch/GesteinsaufbereitungKörnung 32-50mm, 63-120mm––20 t (Loselieferung)Hartgestein
Herstellung von Schotter, Splitt, Brechsand, Kiesgemischen, ungebundenen Gemischen, PlaniekisSteinbruch/GesteinsaufbereitungKörnung 0-3mm bis 120-300mm–––Hartgestein, Kalkstein, Sandstein
Aushubannahme/Wiederauffüllung (Deponietyp A gem. VVEA)Sonstiges––––unverschmutztes Aushubmaterial
Maschinelle Ladung und Verladung/Wiegung von ProduktenSonstiges–––––
Werkstoffprüfung (Los Angeles-Koeffizient SN EN 1097-2 / EN 13450, extern beim PrüflesaborPrüfung––––Gleisschotter 30/50 mm
Lieferung/Transport mit eigenem Fuhrpark (Lieferung in Tonnen, 20-t-Loselieferungen)Sonstiges–––24 t/Fuhre (Transport)–

16 Anlagen & Maschinen

MaschineHersteller / ModellAnzahlArbeitsraumBaujahrStandort
Förderbandanlage––––Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Vorbrecheranlage––Zerkleinerung auf Blöcke unter 0,5 m³ca. 1969-1Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Brecheranlage/Brechanlagen––––Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Sieb- und Siloanlagen–––ca. 1969-1Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Entstaubungsanlage (im Brechergebäude)–––ca. 1950Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Radlader (Pneulader)––Schaufelvolumen historisch 2,5 m³; ein Pneulader 22 t Einsatzgewicht–Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Raupenbagger––historisch 34 t Einsatzgewicht–Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Dumper––historisch 12 m³ Fassungsvermögen–Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
LKW/Lastwagen (zwei-, drei- und vierachsig)––––Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Hydraulikbagger (20 t)–1–ca. 1975Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Pneulader mit 2,5 m³ Schaufeln–2–ca. 1969-1Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Raupenbagger mit 34 t Einsatzgewicht–2–1986 undSteinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Pneulader mit 22 t Einsatzgewicht–1–ca. 1986-1Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Dumper (12 m³ Fassungsvermögen)–––2000-2007Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Traktor mit Kleinmulden (ca. 1 m³)–––ca. 1950-1Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann
Schotteraufbereitungsanlage (massiver Wiederaufbau nach Brand)–1–ca. 1930-1Steinbruch Starkenbach, Alt St. Johann

Zusatzleistungen

Lieferung ab Werk/Transport bis BaustelleBeratung und DispositionAushubannahme (Deponietyp A) und WiederauffüllungRekultivierungEigener Fuhrpark/TransportMaterialprüfung (z. B. Los Angeles-Koeffizient)Maschinelle Verladung und Verwiegung

Referenzkunden

SBB (Anforderungsprofil für Gleisschotter, nicht als Referenzkunde genannt)

Qualität und Prüfung

Materialprüfung wie der Los Angeles-Koeffizient (SN EN 1097-2 / EN 13450) wird extern beim Baustoff-Prüflabor VersuchsStollen Hagerbach AG durchgeführt. Produkte wie ungebundene Gemische folgen Normen SN EN 13285 / SN EN 13242.

NachweisAlt St. Johann (Starkenbach)
Materialprüfung (Los Angeles-Koeffizient, externes Prüflabor)

Über 100 Jahre Steinbruchgeschichte

  1. 1919

    Betriebsbeginn des Steinbruchs im Obertoggenburg; Übernahme durch den Kanton St. Gallen in den 1920er-Jahren zur Sicherung von Baustoffen für den Strassenbau.

  2. 1924

    Beginn des Abbaus mit Gewinnung von Kieselkalk durch 20–30 einheimische Arbeiter.

  3. 1928

    Produktion von Hartschotter für die Bodensee-Toggenburgbahn (bis ca. 1950).

  4. ca. 1930–193

    Brand der Holzbau-Aufbereitungsanlage und Wiederaufbau in massiver Bauweise.

  5. ca. 1950

    Einbau einer Entstaubungsanlage im Brechergebäude zur Verbesserung der Arbeitssicherheit.

  6. ca. 1950–196

    Mechanisierung der innerbetrieblichen Transportwege mit Traktor und Kleinmulden.

  7. ca. 1969–197

    Grosse Modernisierung: Grossbohrlochsprengungen, Vorbrecheranlage, Förderbandsystem; Belegschaft auf rund 10 Mitarbeitende.

  8. ab 1975

    Umstellung auf 30-m-Wandstufen und Produktion von Vorlegesteinen für den Fluss- und Landschaftsbau.

  9. ca. 1980

    Rohstoffwechsel von Kieselkalk zu Schrattenkalk; Einstellung der Hartschotter-/Hartsplittproduktion.

  10. 1996

    Erteilung einer neuen Abbaubewilligung.

  11. ca. 2000–200

    Erneuerung der Dumperflotte und der Lastwagen.

  12. 2024

    Konstituierung der Steinbruch Starkenbach AG (8. November 2024) als eigenständige Aktiengesellschaft.

  13. 2025

    Adrian Kocher übernimmt die Geschäftsführung per 3. März 2025; geplanter Ausbau zum Vollbetrieb.

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