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Betreiber der Kavernenanlage Etzel: Speicherung von Erdöl, Erdgas und perspektivisch grünem Wasserstoff im Salzstock Etzel.

ST

STORAG Etzel GmbH

Friedeburg (Etzel)Neu auf Amplifa

1971Aufnahme des Kavernenbetriebs
GmbHRechtsform
75 Kavernen (2012)In Betrieb, 46 Mio. m³ Gesamtvolumen
144 KavernenGeplanter Endausbau

Über STORAG Etzel

Die STORAG Etzel GmbH mit Sitz in Friedeburg (Niedersachsen) betreibt die Kavernenanlage Etzel, einen der größten Untergrundspeicher für Erdöl und Erdgas in Europa. Im Salzstock Etzel werden Salzkavernen in Tiefen von 900 bis 1700 Metern als Speicher genutzt; eine Kaverne ist rund 300 bis 500 Meter hoch und bis zu 60 Meter breit. Das Unternehmen, ehemals IVG Caverns, ist zuständig für Bau, Betrieb und Vermarktung der Kavernen; Mieter sind namhafte europäische und internationale Energieunternehmen. 2017 wurden 51 Kavernen für Erdgas und 24 für Rohöl genutzt. Die Anlage ist über Pipelines an die Nord-West-Oelleitung (NWO), NETRA sowie die 60 Kilometer lange Bunde-Etzel-Pipeline (BEP) an den niederländischen Gasmarkt angebunden; norwegisches Erdgas wird über Emden und Dornum angelandet. Im Projekt H2CAST Etzel wird die Umstellung von Kavernen auf Wasserstoff erforscht; 2024 erhielt das Unternehmen das Bewilligungsfeld Maja (Jever-Berdum) für ein neues Kavernenfeld zur Speicherung von grünem Wasserstoff.

Standort
Friedeburg
Verfahren
Kavernenspeicherung von Erdöl (Rohöl), Kavernenspeicherung von Erdgas, Wasserstoffspeicherung in Salzkavernen (Projekt H2CAST Etzel, H2-ready), Ausspülen (Solen) von Salzkavernen, Kavernenspeicherung für Erdöl und Erdgas, Bau, Betrieb und Vermarktung von Kavernen, Wasserstoffspeicherung (Projekt H2CAST Etzel, H2-ready), Kavernen-Infozentrum mit Führungen
Werkstoffe
Salzkaverne im Salzgestein
Gegründet
1971
Branchen
Energie, Erdöl, Erdgas, Wasserstoff, Erneuerbare Energien
  1. 01

    Ausspülen (Solen) der Salzkavernen

  2. 02

    Betrieb der Speicherkavernen (Erdöl/Erdgas)

  3. 03

    Vermarktung an Energieunternehmen

  4. 04

    Pipeline-Anbindung (NWO, NETRA, BEP)

  5. 05

    Entwicklung Wasserstoffspeicherung (H2CAST)

Speicher & Verfahren

KAVERNE

Salzkaverne im Salzgestein

Undurchlässiges Salzgestein im Salzstock Etzel dient als dichter Untergrundspeicher für Erdöl, Erdgas und künftig Wasserstoff.

Standorte

Friedeburg (Etzel)

DE

Hauptsitz / Kavernenanlage Etzel

Werkstoffe
Erdöl, Erdgas, Wasserstoff (geplant)
  • 51 Erdgaskavernen (2017)
  • 24 Rohölkavernen (2017)
  • Photovoltaik-Anlage 505 kWp
  • Bunde-Etzel-Pipeline (60 km)

Branchen

EnergieErdölErdgasWasserstoffErneuerbare Energien

Verfahren & technische Grenzen

VerfahrenToleranzMax. BauteilGewichtLosgrößeWerkstoffe
Kavernenspeicherung von Erdöl (Rohöl)Sonstiges–––––
Kavernenspeicherung von ErdgasSonstiges–––––
Wasserstoffspeicherung in Salzkavernen (Projekt H2CAST Etzel, H2-ready)Sonstiges–––––
Ausspülen (Solen) von SalzkavernenSonstiges–––––

4 Anlagen & Maschinen

MaschineHersteller / ModellAnzahlArbeitsraumBaujahrStandort
Salzkaverne (Erdgasspeicher)–51Kaverne ca. 300–500 m hoch, bis 60 m breit; Tiefe 900–1700 m–Etzel, Friedeburg
Salzkaverne (Rohölspeicher)–24––Etzel, Friedeburg
Photovoltaik-Anlage–1505 kWp, 939 Module à 540 Wp, 3.000 m² Fläche–Etzel
Pipeline (Bunde-Etzel-Pipeline, 60 km)BEP1––Bunde–Etzel

Zusatzleistungen

Kavernenspeicherung für Erdöl und ErdgasBau, Betrieb und Vermarktung von KavernenWasserstoffspeicherung (Projekt H2CAST Etzel, H2-ready)Kavernen-Infozentrum mit FührungenPipeline-Anbindung (u. a. NWO, NETRA, Bunde-Etzel-Pipeline)

Referenzkunden

Namhafte europäische und internationale Energieunternehmen (Mieter der Kavernen)Statoil (lagert seit Mitte der 1980er Jahre Gas in Etzel)Große deutsche Energiekonzerne (Eigentümer/Pächter der Anlagen)

Historie

  1. 1970

    Bundesrepublik Deutschland verpflichtet sich zur Anlage einer Bundesrohölreserve

  2. 1971

    Aufnahme des Kavernenbetriebs in Etzel durch die IVG Industrieverwaltungsgesellschaft mbH

  3. 1973

    Beginn des Ausspülens (Solens) von 33 Kavernen im Salzstock Etzel

  4. 1977

    Fertigstellung der ersten Kavernen zur Lagerung von rund 10 Millionen Tonnen Rohöl (strategische Rohölreserve)

  5. 1989–1992

    Umrüstung von neun Kavernen zur Gasspeicherung

  6. 1993

    Inbetriebnahme als Gaslagerstätte für Erdgas

  7. 1994

    Bau von weiteren sieben Kavernen

  8. 2005

    IVG Caverns GmbH übernimmt die Anlagen vom Bund

  9. 2007

    Entwicklung vom Rohölspeicher zu einem der größten Gasspeicherplätze Europas

  10. 2010

    LBEG genehmigt die Erdgasspeicherstation Etzel III mit 25 weiteren Salzkavernen; Start des Kaverneninformationszentrums

  11. 2012

    75 Kavernen in Betrieb mit einem Gesamtvolumen von 46 Millionen Kubikmetern; 99 Kavernen genehmigt, Endausbau auf 144 Kavernen geplant

  12. 2024

    LBEG teilt der STORAG Etzel GmbH das Bewilligungsfeld Maja für ein neues Kavernenfeld (Jever-Berdum) zur Speicherung von grünem Wasserstoff zu

  13. 2026

    Abschluss der Rekomplettierung der vierten Gaskaverne geplant

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