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Familienweingut an der Ruwer: Riesling und Burgunder aus Steillagen beider Ruwer-Seiten, seit 1803 in Familienbesitz.

Weingut Karlsmühle – Inhaber Simon Geiben
Mertesdorf-Lorenzhof (54318) · ca. 15 ha RebflächeNeu auf Amplifa
Über das Weingut
Das Weingut Karlsmühle in Mertesdorf/Lorenzhof an der Ruwer bei Trier ist ein Familienweingut, das seit 1803 im Besitz der Familie Geiben steht und seit 2025 von Winzer Simon Geiben geführt wird. Auf rund 15 Hektar in hängigen bis steilen Lagen beider Seiten der Ruwer werden überwiegend Riesling (etwa 90 %) sowie Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder, Dornfelder, Müller-Thurgau und Elbling kultiviert. Als einziges Weingut an der Ruwer bewirtschaftet es Weinberge auf beiden Flussseiten, darunter die Lagen Kaseler Nies'chen, Kaseler Kehrnagel, Kaseler Timpert und Lorenzhöfer. Die steilen Schieferhänge werden größtenteils von Hand bearbeitet; neben selektiver Traubenlese gehört die Kellertechnik zu den qualitätsbestimmenden Faktoren. Sekt wird in traditioneller Flaschengärung mit langem Hefelager erzeugt. Zum Standort gehören Weingut mit Probierraum und Verkauf sowie das Hotel Karlsmühle.
- Standort
- Mertesdorf
- Verfahren
- Weinbau / Weinherstellung (Winzerei, selektive Traubenlese, Kellertechnik, Flaschengärung für Sekt), Weinverkauf (Online-Shop und ab Hof), Weinproben/Verkostungen, Veranstaltungen, Persönliche Beratung, Hotel/Restaurant (Hotel Karlsmühle, separater Betrieb)
- Werkstoffe
- Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Sauvignon Blanc, Spätburgunder, Dornfelder, Müller-Thurgau, Elbling
- Zertifikate
- Staatsehrenpreis für Weinbau (9×, 1989–2002), Kammerpreismünzen bei der Landesprämierung
- Gegründet
- 1803
- Branchen
- Weinbau (Mosel, Bereich Ruwer), Gastronomie/Hotellerie
- 01
Weinbau in steilen Schieferlagen
- 02
Selektive Traubenlese
- 03
Kellertechnik und Ausbau
- 04
Flaschengärung (Sekt)
- 05
Abfüllung
- 06
Verkauf (Shop, ab Hof, Proben, Veranstaltungen)
Rebsorten
Riesling
Hauptrebsorte des Weinguts aus Schiefersteillagen an der Ruwer, prägt die mineralische Stilistik.
Weißburgunder
Frischer, zugänglicher Weißwein für leichte Küche.
Grauburgunder
Weicher, runder Weißwein mit Aromen von Birne, Apfel und Honigmelone.
Sauvignon Blanc
Frischer Weißwein mit Aromen von Stachelbeere, Apfel und Zitrus.
Spätburgunder
Rotweinrebsorte für kräftigere Weine und Rosé-Erzeugung.
Dornfelder
Rotweinrebsorte der steilen Ruwer-Lagen.
Müller-Thurgau
Ergänzende Weißweinrebsorte im Rebsortenspiegel.
Elbling
Traditionelle Rebsorte im Mosel-Raum, ergänzend kultiviert.
Standort

Mertesdorf-Lorenzhof
DEWeingut, Kellerei, Probierraum, Verkauf; Hotel Karlsmühle (separater Betrieb)
- Werkstoffe
- Riesling, Burgunder, Rosé, Sekt
- Felsenkeller
Weine




Einblicke in die Fertigung






Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Weinbau / Weinherstellung (Winzerei, selektive Traubenlese, Kellertechnik, Flaschengärung für Sekt)Lebensmittelproduktion (kein industrielles Fertigungsverfahren) | – | – | – | – | Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder, Rosé (Lorenzhöfer), Sauvignon Blanc, Sekt, Müller-Thurgau, Dornfelder, Elbling |
Zusatzleistungen
Qualität und Auszeichnungen
Die Weine werden regelmäßig bei der Landesprämierung für Wein und Sekt ausgezeichnet; von 1989 bis 2002 erhielt das Weingut neunmal den Staatsehrenpreis für Weinbau. Bekannte Weinführer wie Gault Millau, Eichelmann, Feinschmecker und Wein-Plus (vier von fünf Sternen, Stand 2009) bewerteten das Weingut positiv.
| Nachweis | Mertesdorf-Lorenzhof |
|---|---|
| Staatsehrenpreis für Weinbau (9×, 1989–2002) | |
| Kammerpreismünzen bei der Landesprämierung |
Geschichte
- 371
Ausonius erwähnt in seinem Gedicht 'Mosella' Mühlen an der Ruwer; archäologische Funde an der Karlsmühle weisen auf eine römische Sägemühle hin – die älteste nördlich der Alpen.
- 1325
Die Mühle kommt aus Privatbesitz als Schenkung an das Kloster Himmerod.
- 1457
Die Mühle geht an das Kloster St. Maximin in Trier über.
- 1789
Johann Karls heiratet die Tochter des Pächters Schipper (Name 'Schippersmühle').
- 1803
Johann Karls erwirbt die Mühle bei der Auflösung des Klosters St. Maximin; Beginn des Familienbesitzes und des Weinbaus (Lagen Lorenzhöfer Felslay und Mäuerchen, später Kaseler Kehrnagel und Kaseler Nies'chen).
- 1889
Johann Geiben heiratet Katharina Karls und kommt in die Mühle.
- 1955
Der Mühlenbetrieb wird stillgelegt – Ende der über 1600 Jahre alten Mühlentradition.
- 1979
Hotelanbau unter Bewahrung der Außenfassade aus dem 18. Jahrhundert.
- 1989–2002
Neunmal Staatsehrenpreis für Weinbau.
- 1996
Peter Geiben übernimmt die Karlsmühle.
- 2005
Riesling-Weine der Jahrgänge 2003/2004 mit sechs goldenen, drei silbernen und einer bronzenen Kammerpreismünze ausgezeichnet.
- 2009
Der Weinführer Wein-Plus zeichnet das Weingut mit vier von fünf Sternen aus.
- 2025
Simon Geiben führt den Weinbau der Karlsmühle.