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Handlaminierte GFK-Kajaks und Kanadier, auch als zerlegbare Boote für einfachen Transport gefertigt.

AP

Appel Bootsbau (Josef Appel)

München (Theresienstraße 148)Neu auf Amplifa

Ende der 1950er JahreBeginn der GFK-Kajak-Fertigung
ca. 21 kgGewicht des Appel-Eski
6,50 mMaximale Bootslänge (Zweier-Eski)

Über Appel Bootsbau

Josef Appel (1910–1991), Schreinermeister aus München, gilt als einer der Pioniere des Kunststoffbootsbaus. Ende der 1950er Jahre fertigte er in seiner Werkstatt in der Theresienstraße 148 in München einteilige Einer-Kajaks aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) für sportliche Wettbewerbszwecke. Er gehörte zu den ersten Konstrukteuren, die Kajaks aus Polyesterharz und Glasfasermatten serienmäßig herstellten. Seine bekannteste Entwicklung ist der teilbare Appel-Eski, ein zerlegbarer GFK-Einer, dessen Rumpfhälften im Cockpitbereich verschraubt bzw. ineinandergesteckt wurden und so den Transport in einem PKW oder per Bahn ermöglichten. Zur Gewichtsreduktion presste Appel den Rumpf zwischen zwei Formen und minimierte damit den Harzanteil – ein Prinzip, das dem heutigen Vakuumverfahren vorausging. Neben dem Eski umfasste das Programm den zerlegbaren Mannschaftskanadier C 6, ein Einer-Wanderkajak und ein Verlängerungsstück zur Umrüstung des Eskis in einen Zweier.

Standort
München
Verfahren
Handlaminat-Herstellung von Booten aus Polyesterharz und Glasfasermatten (GFK-Bootsbau), Pressen des Rumpfes zwischen zwei Formen zur Minimierung des Harzanteils (Vorläufer des, Fügen/Zerlegbare Konstruktion: Verschraubung und Ineinanderschieben der Rumpfhälften im
Werkstoffe
GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff), Polyesterharz, Glasfasermatten, Holz, Glasfaserverstärkter Kunststoff
Branchen
Kanusport/Bootsbau
  1. 01

    Konstruktion/Entwicklung

  2. 02

    Formenbau

  3. 03

    Handlaminat-Herstellung (Polyesterharz, Glasfasermatten)

  4. 04

    Pressen des Rumpfes zwischen zwei Formen

  5. 05

    Zerlegbare Fertigung (Verschraubung/Ineinanderschieben)

Werkstoffe & Verfahren

GFK

Glasfaserverstärkter Kunststoff

Hauptwerkstoff für Kajaks und Kanadier mit hoher Festigkeit bei geringem Gewicht.

UP-Harz

Polyesterharz

Harzkomponente des Laminats; der Anteil wurde durch Pressen zwischen zwei Formen minimiert.

GM

Glasfasermatten

Faserverstärkung des Bootslaminats.

Holz

Holz

Werkstoff des Schreinermeisters; klassische hölzerne Kanadier dienten als Ausgangspunkt der Entwicklungen.

Standorte

München (Theresienstraße 148)

DE

Werkstatt/Produktion

Werkstoffe
GFK, Polyesterharz, Glasfasermatten
  • Formen zum Pressen der Rümpfe
  • Werkstatteinrichtung für Handlaminat

Branchen

Kanusport/Bootsbau

Verfahren & technische Grenzen

VerfahrenToleranzMax. BauteilGewichtLosgrößeWerkstoffe
Handlaminat-Herstellung von Booten aus Polyesterharz und Glasfasermatten (GFK-Bootsbau)Kunststoff–6,50 m × 1,12 m × 0,50 mca. 21 kgSerienfertigungGFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff), Polyesterharz, Glasfasermatten
Pressen des Rumpfes zwischen zwei Formen zur Minimierung des Harzanteils (Vorläufer desKunststoff––––GFK, Polyesterharz
Fügen/Zerlegbare Konstruktion: Verschraubung und Ineinanderschieben der Rumpfhälften imFügen––––GFK

Historie

  1. 1959

    Herstellung des zerlegbaren GFK-Mannschaftskanadiers C 6 im Herbst 1959; Produktion einteiliger GFK-Einer-Kajaks in der Werkstatt in der Theresienstraße 148, München.

  2. 1960

    Umkonstruktion des C 6 nach Praxistest beim Hamburger Kanu-Club: 6,20 m Länge, 1,12 m Breite, 50 cm Höhe.

  3. 1961

    Erstangebot des teilbaren Appel-Eski (5 m lang, 63 cm breit, ca. 21 kg) im Winter 1961/62.

  4. Lizenzfertigung durch andere Unternehmen wie die Bootswerft Weinberger in München-Obermenzing.

  5. Späteres Angebot: Einer-Wanderkajak (4,50 m) zerlegbar per Verschraubung sowie 1,50 m Zwischenstück zur Umrüstung des Eskis in einen Zweier (6,50 m).

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