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Herstellung von Bewehrungsstahl, Walzdraht und Stranggussknüppeln im Elektrostahlverfahren am Standort Kehl
Badische Stahlwerke GmbH
Kehl · Graudenzer Straße 45, 77694 KehlNeu auf Amplifa
Stahl aus Kehl seit 1955
Die Badische Stahlwerke GmbH (BSW) ist ein Stahlhersteller in Kehl am Rhein und das einzige Stahlwerk Baden-Württembergs. Im Elektrostahlverfahren werden in zwei Lichtbogenöfen bis zu 100 Tonnen Stahlschrott pro Charge bei rund 1.700 °C eingeschmolzen; das flüssige Eisen wird in Pfannenöfen behandelt und auf zwei Stranggussanlagen zu Knüppeln gegossen, die als Vormaterial für das Stab- und Drahtwalzwerk dienen. Die wichtigsten Produkte sind Betonstahl im Stab (Durchmesser 10–40 mm) und im Ring sowie glatter und gerippter Walzdraht (5,5–20 mm), aus dem in der Unternehmensgruppe Bewehrungsprodukte wie Betonstahlmatten hergestellt werden. BSW beliefert die Bauindustrie und den Stahlbetonbau in ganz Europa; die Jahresproduktion liegt bei rund 2,4 Millionen Tonnen Betonstahl. Vom Schrott zum Stahl vergehen etwa vier Stunden. Das Werk ist über den Kehler Rheinhafen (Binnenschifffahrt) und die Hafenbahn logistisch angebunden. Seit April 2025 gehört BSW zur RSE-Gruppe (Reinforcing Steel Europe B.V., Almelo).
- Standort
- Kehl
- Verfahren
- Stahlerzeugung (Elektrostahlverfahren, Lichtbogenofen), Stranggießen (Stranggussknüppel), Stabstahlwalzen (Betonstahl im Stab), Walzdrahtwalzen (glatter oder gerippter Walzdraht), Betonstahl in Ringen (Aufwicklung), Herstellung von Bewehrungsprodukten (z.B. Betonstahlmatten), Recycling: Stahlherstellung aus Schrott im Elektrostahlverfahren, Eigene Stranggussanlagen (Vormaterial)
- Werkstoffe
- Stahl, Betonstahl / Bewehrungsstahl, Elektrostahlverfahren (Lichtbogenofen), Stranggießen, Walzen (Stab- und Drahtwalzwerk)
- Zertifikate
- Chargenprüfung nach europäischen Standards
- Gegründet
- 1955
- Mitarbeiter
- 867
- Branchen
- Bauindustrie, Stahlbetonbau
- 01
Schrottaufbereitung und Recycling
- 02
Einschmelzen im Lichtbogenofen (Elektrostahlverfahren)
- 03
Pfannenofenbehandlung
- 04
Stranggießen zu Knüppeln
- 05
Walzen zu Stabstahl und Walzdraht
- 06
Aufwicklung zu Ringen
- 07
Weiterverarbeitung zu Bewehrungsprodukten (Unternehmensgruppe)
- 08
Logistik inkl. Binnenschifffahrt
Werkstoffe und Verfahren
Elektrostahlverfahren (Lichtbogenofen)
Herstellung von Stahl aus recyceltem Schrott ohne Hochofen, bis 100 t Schrott pro Charge.
Stranggießen
Auf zwei Stranggussanlagen werden die Knüppel als Vormaterial für Stab- und Drahtwalzwerk produziert.
Walzen (Stab- und Drahtwalzwerk)
Walzen von Stabstahl 10–40 mm und Walzdraht 5,5–20 mm, glatt oder gerippt.
Unser Standort

Kehl
DEStahlwerk mit Produktion (Lichtbogenöfen, Stranggussanlagen, Walzwerke) und Verwaltung
- Stückgewicht / Größe
- Charge bis 100 t Schrott
- Losgröße
- Großserie, ca. 2,4 Mio. t Betonstahl/Jahr
- Werkstoffe
- Stahl, Betonstahl, Walzdraht, Stranggussknüppel
- 2 Lichtbogenöfen
- 2 Stranggussanlagen
- Pfannenofen
- Stab- und Drahtwalzwerk
- Wendekühlbett
Produkte




Einblicke in die Fertigung


Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Stahlerzeugung (Elektrostahlverfahren, Lichtbogenofen)Guss | – | – | 100 Tonnen Schrott/Charge | – | Stahl, Schrott (Einsatzstoff) |
| Stranggießen (Stranggussknüppel)Guss | – | – | – | – | Stahl |
| Stabstahlwalzen (Betonstahl im Stab)Umformung | – | – | – | – | Betonstahl, Bewehrungsstahl |
| Walzdrahtwalzen (glatter oder gerippter Walzdraht)Umformung | – | – | – | – | Betonstahl, Bewehrungsstahl |
| Betonstahl in Ringen (Aufwicklung)Umformung | – | – | – | – | Betonstahl |
| Herstellung von Bewehrungsprodukten (z.B. Betonstahlmatten)Fügen | – | – | – | – | Betonstahl, Bewehrungsstahl |
5 Anlagen & Maschinen
| Maschine | Hersteller / Modell | Anzahl | Arbeitsraum | Baujahr | Standort |
|---|---|---|---|---|---|
| Lichtbogenofen | – | 2 | – | – | Kehl |
| Stranggussanlage | – | 2 | – | – | Kehl |
| Walzwerk (Stab- und Drahtwalzwerk) | – | – | – | – | Kehl |
| Pfannenofen | – | – | – | – | Kehl |
| Lichtbogenofen (neu, geplant) | – | – | – | – | Kehl |
Zusatzleistungen
Qualität
Jede Charge wird vor Verlassen des Werks gegen die Anforderungen der europäischen Normen für Bewehrungsstahl geprüft; das Unternehmen setzt alle Möglichkeiten der Qualitätssicherung ein und verfolgt ein umfassendes Umweltschutzprogramm.
| Nachweis | Kehl |
|---|---|
| Chargenprüfung nach europäischen Standards |
Unternehmenshistorie
- 1955
Gründung der Süddeutschen Drahtverarbeitungs-GmbH durch Willy Korf am Kehler Rheinhafen
- 1966
Inbetriebnahme eines Walzwerks; Knüppel als Vormaterial zunächst zugekauft
- 1968
Inbetriebnahme von zwei Lichtbogenöfen, zwei Stranggießanlagen und einem weiteren Walzwerk; Umbenennung in Badische Stahlwerke
- 2008
Neue Pforte, Kfz-Werkstatt und Schichtstützpunkt für ca. 5 Mio. € eingeweiht
- 2009
Neues Wendekühlbett für 5,5 Mio. €; Genehmigung der Produktionserhöhung von 2,2 auf 2,8 Mio. t Stahl; Investitionen bis 300 Mio. € geplant
- 2019
Absichtserklärung mit Kehl und Straßburg zur Abwärmerecuperation (35 GWh Pelletsherstellung, 45 GWh Fernwärme)
- 2024
Kooperationsvertrag mit Badische Stahl-Engineering und RWTH Aachen zur Wasserstoff-/Ammoniak-Nutzung bei der Pfannenvorwärmung (BMWK-Förderung 2,36 Mio. €)
- 2025
Zusammenschluss von Van Merksteijn Steel Group und Südwest Beteiligungen; BSW gehört zur RSE-Gruppe (Reinforcing Steel Europe B.V., Almelo)