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Brauerei in Berlin – Biermarken wie Berliner Kindl seit 1872, heute Teil der Radeberger Gruppe

Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei GmbH
Berlin (Alt-Hohenschönhausen) · Berlin (Neukölln, bis 2005)Neu auf Amplifa
Über Berliner Kindl
Berliner Kindl ist eine Biermarke der Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei, die zur Radeberger Gruppe der Oetker-Gruppe gehört. Die Marke geht auf die 1872 in Rixdorf gegründete Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte zu Berlin AG zurück, die 1910 in Berliner Kindl Brauerei-Aktiengesellschaft umbenannt wurde. Gebraut werden untergärige Biere nach Bayrisch-Münchener Art sowie Weißbiere; das Sortiment wird über den Handel und einen eigenen Online-Shop vertrieben, zudem werden personalisierte Jubi-Etiketten angeboten. Seit 1907 symbolisiert der Goldjunge im Krug die Marke. Nach der Schließung der Abteilung I in Neukölln im Jahr 2005 erfolgt die Produktion am Standort Alt-Hohenschönhausen in der Indira-Gandhi-Straße. Das Unternehmen beliefert den deutschen Markt und ist in der Getränkeindustrie des Großraums Berlin-Brandenburg verankert.
- Standort
- Berlin
- Verfahren
- Personalisierte Jubi-Etiketten, Online-Shop
- Werkstoffe
- Untergäriges Bier, Weißbier
- Gegründet
- 1872
- Branchen
- Getränkeindustrie, Brauwesen
- 01
Malz- und Rohstoffbeschaffung
- 02
Brauen und Gärung
- 03
Lagerung und Reifung
- 04
Abfüllung
- 05
Vertrieb über Handel und Online-Shop
Rohstoffe & Brauverfahren
Untergäriges Bier
Bier nach Bayrisch-Münchener Art, Ursprung des Produkts Berliner Kindl seit den 1890er Jahren.
Weißbier
Bestandteil des heutigen Sortiments (Berliner Kindl Weisse).
Standorte

Berlin (Alt-Hohenschönhausen)
DEProduktionsstandort
- Werkstoffe
- Untergäriges Bier, Weißbier
Berlin (Neukölln)
DEAbteilung I, bis 2005 Produktionsstandort
Potsdam
DEAbteilung II, bis 2002
Sortiment


Einblicke in die Fertigung




Branchen
Zusatzleistungen
Historie
- 1872
Gründung der Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte zu Berlin AG in Rixdorf (Hermannstraße 214 Ecke Rollbergstraße) durch Gastwirte, Kaufleute und Bankiers.
- 1873
Eröffnung der Brauerei am 1. März; erster Bierausstoß am 17. März.
- 1889/1890
Erreichen der Produktionsmarke von 100.000 hl.
- 1890er
Einführung des Spezialbiers Berliner Kindl nach Bayrisch-Münchener Art; Produktion übersteigt 200.000 hl.
- 1907
Neues Markenzeichen: Goldjunge im Krug (Entwurf Georg Räder).
- 1910
Umbenennung in Berliner Kindl Brauerei-Aktiengesellschaft; Beginn der Übernahme von rund 20 kleineren Brauereien.
- 1920
Betriebswirtschaftliche Stabilisierung; Jahresproduktion von 1,1 Millionen hl.
- 1944
Schwere Beschädigung der Brauereigebäude bei Luftangriffen; Betrieb im Juli wieder aufgenommen.
- 1947
Wiederbetrieb der Brauerei nach Reparationsdismontagen.
- 1955
Kreditaufnahme und amerikanische Aufbauhilfe; Aufschwung nach Kauf der Schöneberger Schlossbrauerei.
- 1950er
Berliner Kindl in Mehrheitsbesitz der Oetker-Gruppe.
- 1972
Erreichen der Rekordmarke von einer Million hl zum 100. Jubiläum.
- 1988
Verlagerung der Oetker-Anteile in die Brauereitochter Binding-Gruppe.
- 2002
Schließung der Potsdamer Brauerei am 31. Dezember.
- 2004
Betriebsteil der ehemaligen Kindl-Brauerei Weißensee gelangt über Brau & Brunnen an den Konzern.
- 2005
Schließung der Abteilung I in Neukölln und Verlagerung der Produktion nach Alt-Hohenschönhausen (Indira-Gandhi-Straße); Ende der Börsennotierung.