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Museumsbrauerei in Singen (Thüringen): handwerklich gebrautes Bier mit Quellwasser und Dampfmaschine seit 1885

Brauerei Schmitt
Ilmtal OT SingenNeu auf Amplifa
Über die Museumsbrauerei Schmitt
Die Brauerei Schmitt ist eine Museumsbrauerei in Singen im Ilmtal (Thüringen) und gilt als kleinste produzierende Brauerei des Landes. Gebraut wird nach wie vor in alter handwerklicher Weise: Rührwerke und Würzepumpe werden am wöchentlichen Brautag von einer 12-PS-Dampfmaschine angetrieben, die Bierwürze vergärt im Holzbottich, gelagert wird das Bier in Eichenholzfässern. Pro Brautag entstehen 2000 Liter Würze, jährlich rund 800 Hektoliter Bier; der größere Teil wird fassweise an Gasthäuser geliefert, ein kleinerer Teil in Flaschen abgefüllt – die Etiketten werden bis heute von Hand aufgeklebt. Der gesamte technische Apparat für Malzverarbeitung, Würzeherstellung, Kühlung, Reifung und Abfüllung stammt überwiegend aus der Zeit zwischen 1885 und 1930 und ist weitgehend unverändert und betriebsfähig. 1976 wurde die aus Sudhaus, Kesselhaus, Gär- und Lagerkellern, in Felsen gehauenen Eiskellern und Flaschenkeller bestehende Anlage unter Denkmalschutz gestellt. Neben dem Braubetrieb gehören Biergarten, Imbiss und Brauereiführungen zum Angebot.
- Standort
- Ilmtal OT Singen
- Verfahren
- Brauereiführungen nach Voranmeldung, Biergarten mit Imbiss (Wochenenden / per Voranmeldung), Besondere Arrangements nach telefonischer Vorabsprache, Abholung/Ausschank: Fassbier an Gasthäuser und Flaschenbier
- Werkstoffe
- Quellwasser, Holzbottich und Eichenholzfässer
- Zertifikate
- Denkmalschutz
- Gegründet
- 1885
- Branchen
- Brauwirtschaft, Gastronomie, Tourismus, Tourismus (Bier-Erlebnis, Führungen)
- 01
Malzverarbeitung
- 02
Sudhaus: Braupfanne und Läuterbottich
- 03
Würzekühlung
- 04
Gärung im Holzbottich
- 05
Lagerung in Eichenholzfässern
- 06
Fassabfüllung und Flaschenfüllerei
Brauverfahren und Ausstattung
Quellwasser
Grundlage der Bierherstellung in traditioneller Brauweise.
Holzbottich und Eichenholzfässer
Vergärung der Würze im Holzbottich, Lagerung des Biers in Eichenholzfässern.
Braustätte Singen

Ilmtal OT Singen
DEMuseumsbrauerei mit Sudhaus, Kesselhaus, Gär- und Lagerkellern, Eiskellern, Flaschenkeller, Biergarten
- Werkstoffe
- Quellwasser, Malz, Hopfen
- Dampfmaschine (12 PS)
- Dampfkessel
- Braupfanne
- Läuterbottich
- Würzepumpe
- Würzekühler
- Bierfilter mit Pumpe und Fassfüller
- Flaschenwaschmaschine
- Flaschenfüllapparat
Anlagen und Ausstattung

Einblicke in die Fertigung



Branchen
10 Anlagen & Maschinen
| Maschine | Hersteller / Modell | Anzahl | Arbeitsraum | Baujahr | Standort |
|---|---|---|---|---|---|
| Dampfmaschine (12 PS) | – | 1 | – | – | Brauerei Schmitt, Singen/Thüringen |
| Dampfkessel | – | – | – | seit 1920 | Kesselhaus, Brauerei Schmitt, Singen/Thüringen |
| Braupfanne | – | – | – | – | Sudhaus, Brauerei Schmitt, Singen/Thüringen |
| Läuterbottich | – | – | – | – | Sudhaus, Brauerei Schmitt, Singen/Thüringen |
| Würzepumpe | – | – | – | – | Sudhaus, Brauerei Schmitt, Singen/Thüringen |
| Würzekühler | – | – | – | – | Sudhaus, Brauerei Schmitt, Singen/Thüringen |
| Bierfilter mit Pumpe und Fassfüller | – | – | – | 1911 | Brauerei Schmitt, Singen/Thüringen |
| Sudbehälter | – | – | – | 1915 | Brauerei Schmitt, Singen/Thüringen |
| Flaschenwaschmaschine | – | – | – | – | Flaschenfüllerei, Brauerei Schmitt, Singen/Thüringen |
| Flaschenfüllapparat | – | – | – | – | Flaschenfüllerei, Brauerei Schmitt, Singen/Thüringen |
Zusatzleistungen
Denkmalpflege und Erhaltung
Die Brauerei steht seit 1976 unter Denkmalschutz; der historische Maschinenpark ist weitgehend vollständig erhalten und betriebsfähig. Notwendige Ergänzungen im Abfüllbereich dienten der Qualitätsverbesserung des Bieres.
| Nachweis | Ilmtal OT Singen |
|---|---|
| Denkmalschutz |
Historie der Brauerei
- 17. Jahrhund
Fuhrmannsschenke mit Gasthof, Schmiede und Brauhaus an der alten Nürnberg-Erfurter Landstraße nachweislich vorhanden; zunächst im Besitz der Landesherrschaft
- 1712
Gasthof mit Brauhaus ging in den Besitz der Gemeinde Singen über
- 1867
Gasthof mit Brauhaus kam in den Besitz des Bierbrauers Ernst Heinrich Jacobi
- 1875
Jacobi errichtete ein Brauhaus und richtete den Betrieb moderner ein
- 1885
Braumeister Richard Schmitt erwarb die Brauerei und modernisierte sie in den Folgejahren
- 1893
Bau eines Gär- und Lagerkellers sowie zweier Eiskeller
- 1904
Anschaffung eines „Dampf-Sparmotors“
- 1911
Neues Bierfilter mit Pumpe und Fassfüller angeschafft
- 1915
Neue Sudbehälter gekauft
- 1920
Dampfkraftanlage mit Transmissionen installiert (bis heute vorhanden)
- 1932
Tod Richard Schmitts; Sohn Hugo übernahm den Gaststättenbetrieb, Sohn Oskar die Brauerei; Aufbau der Flaschenfüllerei
- 1960er
Oskar und Ida Schmitt führten die Brauerei gemeinsam mit Tochter Edith und Schwiegersohn Fritz Obstfelder weiter
- 1974
Übergang der Brauerei an Edith und Fritz Obstfelder
- 1976
Brauerei Schmitt wurde unter Denkmalschutz gestellt
- 1990
Braumeister Uwe Obstfelder übernahm die Verantwortung für Brauvorgang und Maschinenpark