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Hersteller von Walzwerkswalzen in Verbundguss, Hartguss, Stahlguss und Halbstahl für Walzanlagen weltweit.

Eisenwerk Sulzau-Werfen R. & E. Weinberger Aktiengesellschaft
Tenneck (Werfen), ÖsterreichNeu auf Amplifa
Unsere Tradition – Zukunft gestalten
Das Eisenwerk Sulzau-Werfen (ESW) ist ein Hersteller von Walzen für die Stahlverformung mit Ursprüngen bis ins Jahr 1770. Das Unternehmen fertigt Verbundgusswalzen im horizontalen Schleudergussverfahren: eine hochlegierte Mantelhülse wird in eine drehende Kokille aus Schmiedestahl geschleudert und anschließend im statischen Guss mit Kernmaterial gefüllt. Neben Verbundgusswalzen werden Hartguss-, Stahlguss- und Halbstahlwalzen hergestellt. Die Wertschöpfung umfasst das Erschmelzen der Einsatzmaterialien in fünf Induktionsöfen (3 bis 24 t), Wärmebehandlung, mechanische Bearbeitung durch Drehen, Fräsen und Schleifen, vollautomatische Ultraschallprüfung sowie Montage von Zubehörteilen und technischen After-Sales-Service. Fertige Walzen wiegen bis zu 42 Tonnen bei Längen bis 9 m und Durchmessern bis 1.500 mm. Die Walzen kommen in Warmbreitbandstraßen (HSM), Gieß- und Walzanlagen (CSP/ESP), Grobblech- und Steckel-Walzwerken zum Einsatz. Standort ist Tenneck (Werfen) in Österreich; bei 299 Mitarbeitenden beträgt die Exportquote 98,1 Prozent.
- Standort
- Tenneck
- Verfahren
- Verbundgusswalzen mittels horizontalem Schleuderguss (Mantelhülse) mit statischem Guss des, Erschmelzen von Einsatzmaterialien (Stahl- und Walzenschrott, Roheisen, Legierungselemente) in, Hartgusswalzen mittels statischem Guss, Stahlguss- und Halbstahlwalzen, Wärmebehandlung (Glühen) von Walzen, Mechanische Bearbeitung: Drehen, Fräsen, Schleifen von Walzen, Montage von Zubehörteilen (Ringe & Zubehör) an Walzen, Ultraschallprüfung (vollautomatische Prüfanlage)
- Werkstoffe
- Walzenmanteleisen (hochlegiert), Hartguss, Stahlguss, Halbstahl, Roheisen, Schmiedestahl (Kokillen), Verschleißfeste Legierung als Mantelwerkstoff
- Zertifikate
- ISO 9001:2015, ISO 14001:2015, EcoVadis Bronze Medal
- Gegründet
- 1770
- Mitarbeiter
- 299
- Branchen
- Stahlindustrie, Warmbreitbandstraßen (HSM), Gieß- und Walzanlagen (CSP/ESP), Grobblechwalzanlagen, Steckel-Walzwerke, Gieß- und Walzanlagen (CSP/ESP)
- 01
Erschmelzen der Einsatzmaterialien (Stahl- und Walzenschrott, Roheisen,
- 02
Horizontaler Schleuderguss der Mantelhülse aus hochlegiertem Walzenmanteleisen
- 03
Statischer Guss des Kernmaterials in die erstarrte Mantelhülse
- 04
Wärmebehandlung (Glühen), je nach Walzentyp bis zu sechs Wochen
- 05
Mechanische Bearbeitung: Drehen, Fräsen, Schleifen
- 06
Ultraschallprüfung und Endkontrolle
- 07
Montage von Ringen und Zubehörteilen
- 08
Technischer After-Sales-Service und Anwendungsberatung
Werkstoffe und Verfahren
Hartguss
Seit 1850 hergestellter Verschleißwerkstoff für Walzen, gefertigt mittels statischem Guss.
Stahlguss
Werkstoff für Stahlgusswalzen, vorrangig für die Stahlindustrie.
Halbstahl
Werkstoff für Halbstahlwalzen mit kombinierten Eigenschaften von Stahl- und Gusswerkstoffen.
Walzenmanteleisen (hochlegiert)
Im horizontalen Schleuderguss als Mantelhülse verarbeiteter Mantelwerkstoff für verschiedenste Anwendungen.
Roheisen
Einsatzmaterial für das Erschmelzen im Induktionsofen.
Schmiedestahl (Kokillen)
Material der drehenden Kokillen für das horizontale Schleudergussverfahren.
Verschleißfeste Legierung als Mantelwerkstoff
Verschiedenste Legierungen für den Walzenmantel, abgestimmt auf die jeweilige Anwendung.
Standorte

Tenneck (Werfen)
ATHauptsitz, Gießerei und Produktion
- Stückgewicht / Größe
- Rohgewicht bis 60 t, fertig bearbeitet bis 42 t; Länge bis
- Losgröße
- Kundenspezifische Einzel- und Kleinserienfertigung
- Werkstoffe
- Hartguss, Stahlguss, Halbstahl, hochlegiertes Walzenmanteleisen, Roheisen, Schmiedestahl
- 5 Induktionsöfen (Fassungsvermögen 3 bis 24 t)
- Horizontale Schleudergussanlage für Breitbandwalzen
- Bearbeitungszentrum für Drehen/Fräsen/Bohren mit zwei unabhängigen Werkzeugen (2018)
- Vollautomatische Ultraschall-Prüfanlage (1997)
- Gießereientstaubungsanlage mit 340.000 m³/h Volumenstrom
- Glüherei (Wärmebehandlung)
- Mechanische Werkstätten
- ESW-Academy Lehrwerkstätte (ca. 1.000 m²)
Bauteile



Einblicke in die Fertigung






Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbundgusswalzen mittels horizontalem Schleuderguss (Mantelhülse) mit statischem Guss desGuss | – | 9 m | 60 t (Rohgewicht) / 42 t (fertig | – | Walzenmanteleisen (hochlegiert), Kernmaterial, verschiedenste Legierungen |
| Erschmelzen von Einsatzmaterialien (Stahl- und Walzenschrott, Roheisen, Legierungselemente) inGuss | – | – | 3 t – 24 t | – | Stahlschrott, Walzenschrott, Roheisen, Legierungselemente |
| Hartgusswalzen mittels statischem GussGuss | – | – | – | – | Hartguss |
| Stahlguss- und HalbstahlwalzenGuss | – | – | – | – | Stahlguss, Halbstahl |
| Wärmebehandlung (Glühen) von WalzenWärmebehandlung | – | – | – | – | Walzenwerkstoffe |
| Mechanische Bearbeitung: Drehen, Fräsen, Schleifen von WalzenZerspanung | Maßgenauigkeit auf 1/1000 mm überprüft | 9 m × Durchmesser bis 1.500 mm | 42 t | – | Walzenwerkstoffe (Stahlguss, Guss), Schmiedestahl (Kokillen) |
| Montage von Zubehörteilen (Ringe & Zubehör) an WalzenMontage | – | – | – | – | – |
| Ultraschallprüfung (vollautomatische Prüfanlage)Prüfung | – | – | – | – | – |
| Metallographie, Schmelz- und Gussprüfung, EndkontrollePrüfung | – | – | – | – | – |
5 Anlagen & Maschinen
| Maschine | Hersteller / Modell | Anzahl | Arbeitsraum | Baujahr | Standort |
|---|---|---|---|---|---|
| Induktionsofen | – | 5 | Fassungsvermögen 3 bis 24 Tonnen | – | Tenneck |
| Horizontale Schleudergussanlage | – | – | Breitbandwalzen | 1971 (Inbe | Tenneck |
| Bearbeitungszentrum für Drehen/Fräsen/Bohren (simultane Bearbeitung durch zwei unabhängige | – | – | – | 2018 | Tenneck |
| Vollautomatische Ultraschall-Prüfanlage | – | – | – | 1997 | Tenneck |
| Gießereientstaubungsanlage | – | – | Volumenstrom 340.000 m³/Stunde | 1998 | Tenneck |
Zusatzleistungen
Qualität
Die Qualität jeder Walze wird durch produktionsbegleitende Prüfungen überwacht; wesentliche Kontrollpunkte sind Schmelze, Guss, Metallographie, Wärmebehandlung, Ultraschallprüfung, mechanische Bearbeitung und Endkontrolle. Die Maßgenauigkeit der fertigen Walzen wird auf 1/1000 mm überprüft.
| Nachweis | Tenneck (Werfen) |
|---|---|
| ISO 9001:2015 | |
| ISO 14001:2015 | |
| EcoVadis Bronze Medal |
Historie
- 1770
Errichtung eines Hochofen- und Hammerwerkes am heutigen Standort durch Fürsterzbischof Sigismund Graf von Schrattenbach.
- 1850
Erstmalige Herstellung von Hartgusswalzen mittels statischem Guss.
- 1899
Erwerb der Eisenwerkgesellschaft Sulzau-Werfen durch Familie Weinberger.
- 1960
Einstellung des Bergbaus und Stilllegung des Hochofenbetriebs nach Erschöpfung des örtlichen Erzvorkommens.
- 1965
Produktionsaufnahme von Stahlguss- und Halbstahlwalzen, vorrangig für die Stahlindustrie.
- 1971
Inbetriebnahme einer horizontalen Schleudergussanlage für Breitbandwalzen.
- 1976
Einsatz von rechnergestützter, numerischer Steuerung (CNC) für Werkzeugmaschinen.
- 1987
Erweiterung der Gießerei, Glüherei und der mechanischen Werkstätten (1982–1987).
- 1993
Einführung einer unternehmensweiten Datenbank für alle auftragsbezogenen Informationen.
- 1997
Installation einer vollautomatischen Ultraschall-Prüfanlage, Modernisierung und Erweiterung des Maschinenparks.
- 1998
Umweltpreis der Österreichischen Industrie, Errichtung der Gießereientstaubungsanlage (340.000 m³/h), ISO-9001-Zertifizierung.
- 1999
100 Jahre Eisenwerk Sulzau-Werfen im Besitz der Familie Weinberger.
- 2009
Übernahme der amerikanischen Spezialgießerei Miller Centrifugal Casting (MCC).
- 2010
Umweltschutzmaßnahmen, Modernisierung des Maschinenparks, Erweiterung der Schmelz- und Glühkapazität.
- 2018
Installation und Inbetriebnahme eines Bearbeitungszentrums für Drehen/Fräsen/Bohren mit simultaner Bearbeitung durch zwei unabhängige Werkzeuge.
- 2022
Jubiläum „250+2 Jahre“ (1770) mit Festveranstaltung am Flughafen Salzburg.
- 2024
Eröffnung der ESW-Academy (Lehrwerkstätte, ca. 1.000 m²) und 125 Jahre im Besitz der Familie Weinberger.