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Herstellung großformatiger Graphitelektroden für die Elektrostahlerzeugung in Grevenbroich.
ERFTCARBON GmbH
41515 Grevenbroich (Hauptsitz und Produktion)Neu auf Amplifa
Über ERFTCARBON
Die ERFTCARBON GmbH mit Sitz in Grevenbroich ist ein europäischer Hersteller großformatiger Graphitelektroden für die Elektrostahlindustrie. Das 1917 gegründete Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitenden fertigt Elektroden, die im Lichtbogenofen das Einschmelzen von Stahlschrott mit elektrischer Energie ermöglichen und damit die schrottbasierte, ressourcenschonende Stahlproduktion unterstützen. Die Fertigung reicht vom Nadelkoks über Formgebung mittels Vakuumvibrationsmethode, Brennen im Ringofen, Imprägnieren mit Teerpech im Autoklav, Glühen bis zur Graphitierung bei bis zu 3.000 °C und der maschinellen Endbearbeitung mit Innengewinden an den Stirnseiten. Kunden in der Stahlindustrie weltweit werden vom Hauptsitz in Grevenbroich beliefert. Ein integriertes Managementsystem nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und ISO 50001 begleitet die gesamte Produktionskette; 2025 wurde das Unternehmen nach der Zugehörigkeit zur japanischen Tokai Carbon Gruppe von einem Finanzinvestor übernommen.
- Standort
- Grevenbroich
- Verfahren
- Abformen (Formgebung von Graphitelektroden mittels Vakuumvibrationsmethode), Brennen von Graphitelektroden (Ringofen, über 900 °C, ca. 1 Monat), Imprägnieren mit heißem flüssigem Teerpech (Autoklav/Druckkessel), Glühen (erneutes Brennen, ca. 700 °C, Umwandlung Teerpech in Pechkoks), Graphitieren (Widerstandsheizung bis 3.000 °C, Umwandlung amorphen Kohlenstoffs in Graphit), Bearbeiten von Graphitelektroden (maschinelle Bearbeitung, Fräsen von Innengewinden an Stirnseiten), Herstellung großformatiger Graphitelektroden für die Elektrostahlproduktion, Technischer Service
- Werkstoffe
- Nadelkoks, Steinkohlenteerpech, Zechenkoks, Graphit, Pechkoks, Stahl (Elektrostahl aus Stahlschrott, Anwendung der Produkte)
- Zertifikate
- ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001, ISO 45001, EcoVadis Silbermedaille, ISO 9001 (seit 1992), ISO 14001 (seit 2001), ISO 50001 (seit 2012), ISO 45001 (seit 2020)
- Gegründet
- 1917
- Mitarbeiter
- 200
- Branchen
- Elektrostahlindustrie, Stahlproduktion, Recycling/Kreislaufwirtschaft Stahl
- 01
Koksmahlung und Siebung/Fraktionierung
- 02
Mischen mit heißem Steinkohlenteerpech (gekapseltes Mischsystem)
- 03
Abformen mittels Vakuumvibrationsmethode (Rüttler)
- 04
Brennen im Ringofen (> 900 °C, ca. 1 Monat)
- 05
Imprägnieren mit heißem Teerpech im Autoklav
- 06
Glühen im Abglühofen (ca. 700 °C)
- 07
Graphitieren durch Widerstandsheizung (bis 3.000 °C)
- 08
Maschinelle Bearbeitung (Innengewinde, Nippel)
- 09
Verpackung und Auslieferung
Rohstoffe und Verfahren
Nadelkoks
Hauptrohstoff der Graphitelektroden; wird gemahlen, gesiebt, fraktioniert und mit Teerpech zur „Grünen Masse“ vermischt.
Steinkohlenteerpech
Bindemittel, das heißflüssig beim Mischen zugegeben und beim Imprägnieren in Autoklaven erneut aufgetragen wird.
Zechenkoks
Füllmaterial in Brennkammer und Graphitierungsofen als Oxidationsschutz und für gleichmäßige Wärmeübertragung; wird wiederaufbereitet und dem Prozess zugeführt.
Pechkoks
Entsteht beim Glühen durch Umwandlung des eingedrungenen Teerpechs bei ca. 700 °C.
Graphit
Endmaterial der Elektroden; entsteht bei Temperaturen bis 3.000 °C durch Umwandlung amorphen in kristallinen Kohlenstoff.
Standorte

Grevenbroich
DEHauptsitz und Produktionsstandort (Graphitelektrodenfertigung)
- Werkstoffe
- Nadelkoks, Steinkohlenteerpech, Zechenkoks, Graphit
- Ringofen (erdgasbefeuert)
- Autoklav (Druckkessel zur Imprägnierung)
- Abglühofen (erdgasbefeuert)
- Graphitierungsofen (Widerstandsheizung bis 3.000 °C)
- Rüttler (Vakuumvibrationsmethode)
- Gekapseltes Mischsystem
- Mahlanlage (Koksmahlung)
- Siebanlage (Kokssiebung/Fraktionierung)
Produkte


Einblicke in die Fertigung





Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Abformen (Formgebung von Graphitelektroden mittels Vakuumvibrationsmethode)Umformung | – | – | – | – | Nadelkoks, Steinkohlenteerpech |
| Brennen von Graphitelektroden (Ringofen, über 900 °C, ca. 1 Monat)Wärmebehandlung | – | – | – | – | Graphit, Zechenkoks (Füllmaterial) |
| Imprägnieren mit heißem flüssigem Teerpech (Autoklav/Druckkessel)Oberfläche | – | – | – | – | Teerpech |
| Glühen (erneutes Brennen, ca. 700 °C, Umwandlung Teerpech in Pechkoks)Wärmebehandlung | – | – | – | – | Graphit |
| Graphitieren (Widerstandsheizung bis 3.000 °C, Umwandlung amorphen Kohlenstoffs in Graphit)Wärmebehandlung | – | – | – | – | Kohlenstoff |
| Bearbeiten von Graphitelektroden (maschinelle Bearbeitung, Fräsen von Innengewinden an Stirnseiten)Zerspanung | – | – | – | – | Graphit |
| Herstellung großformatiger Graphitelektroden für die ElektrostahlproduktionGuss | – | – | – | – | Nadelkoks, Steinkohlenteerpech |
8 Anlagen & Maschinen
| Maschine | Hersteller / Modell | Anzahl | Arbeitsraum | Baujahr | Standort |
|---|---|---|---|---|---|
| Ringofen (mit Erdgas befeuert) | – | – | – | – | Grevenbroich |
| Autoklav (Druckkessel zur Imprägnierung) | – | – | – | – | Grevenbroich |
| Abglühofen (mit Erdgas befeuert) | – | – | – | – | Grevenbroich |
| Graphitierungsofen (Widerstandsheizung bis 3.000 °C) | – | – | – | – | Grevenbroich |
| Rüttler (Vakuumvibrationsmethode, Formgebung) | – | – | – | – | Grevenbroich |
| gekapseltes Mischsystem | – | – | – | – | Grevenbroich |
| Mahlanlage (Koksmahlung) | – | – | – | – | Grevenbroich |
| Siebanlage (Kokssiebung/Fraktionierung) | – | – | – | – | Grevenbroich |
Zusatzleistungen
Qualität und Zertifizierungen
Ein integriertes Managementsystem mit standardisierten Prozessen und intensiver Prozesskontrolle begleitet die gesamte Produktionskette vom Rohstoffeingang bis zum Versand. Kontrollen in jeder Phase sowie dokumentierte Produkt- und Prozessparameter sichern eine konsistente Produktqualität.
| Nachweis | Grevenbroich |
|---|---|
| ISO 9001 (seit 1992) | |
| ISO 14001 (seit 2001) | |
| ISO 50001 (seit 2012) | |
| ISO 45001 (seit 2020) | |
| EcoVadis Silbermedaille |
Unternehmensgeschichte
- 1917
Gründung der Erftwerk AG; Herstellung von Anoden für die Aluminiumelektrolyse
- 1950
Erweiterung des Produktionsportfolios um Kathoden, Kohlenstoffelektroden und Hochofensteine
- 1975
Start der Graphitelektrodenproduktion
- 1991
Ausgliederung der Kohlenstoff- und Graphitaktivitäten in die VAW Carbon GmbH
- 1998
Erwerb durch einen Finanzinvestor, Umfirmierung in ERFTCARBON GmbH
- 2005
Verkauf des Unternehmens an TOKAI CARBON Co., Ltd.
- 2006
Fokussierung auf großformatige Graphitelektroden für die Elektrostahlindustrie
- 2010
Umfirmierung in TOKAI ERFTCARBON GmbH
- 2017
100-jähriges Bestehen
- 2025
Übernahme durch einen Finanzinvestor (beraten durch DUBAG Investment Advisory GmbH), Umfirmierung zurück in ERFTCARBON GmbH