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Hersteller von Schiffstechnik: Winden, Rudermaschinen, Kompressoren und Generatoren für die Schiffbauindustrie
Hatlapa Uetersener Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
Uetersen, DeutschlandNeu auf Amplifa
Über Hatlapa
Die Hatlapa Uetersener Maschinenfabrik GmbH & Co. KG (HATLAPA) war ein deutscher Hersteller von Schiffs- und Marinetechnik mit Sitz in Uetersen. Das Unternehmen entwickelte, fertigte und vertrieb Schiffszubehör wie Schleppwinden, Rudermaschinen, Kompressoren und Generatoren für die Schiffbauindustrie. Gegründet am 11. November 1919 durch den Ingenieur Max Hatlapa, wurden zunächst Bäckerei- und Landmaschinen sowie kleine Diesel-Lokomotiven gebaut, bevor das Geschäft auf maritime Produkte umgestellt wurde. Ein Beispiel für die Fertigung ist die E-Single Drum Towing Winch 700, eine eintrömmige Schleppwinde mit 700 kN Zugkraft, 1500 kN Bremskraft und einem Gesamtgewicht von 33.000 kg, zertifiziert durch Germanischer Lloyd. Mitte der 1990er Jahre beschäftigte das Unternehmen fast 600 Mitarbeiter; Ende 2017 lag der Umsatz bei 100 Mio. EUR. 2013 wurde Hatlapa vom finnischen Cargotec-Konzern übernommen und als MacGregor Hatlapa GmbH & Co. KG geführt; 2019 meldete das Unternehmen Insolvenz an.
- Standort
- Uetersen
- Verfahren
- Herstellung von Winden (Schleppwinden) und Rudermaschinen für Schiffe, Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Schiffszubehör (Kompressoren, Generatoren, Winden), Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Schiffszubehör (Winden, Rudermaschinen, Kompressoren,, Herstellung und Programmierung von Messdatenerfassungen für Rüttelstopfsäulen und HDI
- Werkstoffe
- Stahl, Stahlgitter (Widerstandsgerät), Stahldrahtseil Ø 56 mm
- Zertifikate
- Germanischer Lloyd (GL) Zertifizierung (Produktbezogen), Germanischer Lloyd (GL), produktbezogen
- Gegründet
- 1919-11-11
- Mitarbeiter
- ca. 600 (Mitte der
- Branchen
- Schiffbau, Marinetechnik, Maschinenbau, Baugrundtechnik/Sondertiefbau (spätere Hatlapa GmbH, Bezug unklar)
- 01
Engineering und Entwicklung
- 02
Fertigung (Maschinenbau, Stahlverarbeitung)
- 03
Montage (Winden, Rudermaschinen)
- 04
Prüfung und Zertifizierung (u. a. Germanischer Lloyd)
- 05
Vertrieb von Schiffszubehör
Werkstoffe und Verfahren
Stahl
Konstruktions- und Baustahl für Windeneinheiten, Stahlgitter-Widerstandsgeräte und Stahldrahtseile (Ø 56 mm) im Schiffsausrüstungsbau.
Standorte
Uetersen
DEHauptsitz und Produktion
- Stückgewicht / Größe
- Einheiten bis 33.000 kg (Schleppwinde)
- Losgröße
- Einzelfertigung / kleine Losgrößen (2 Sets)
- Werkstoffe
- Stahl
Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Herstellung von Winden (Schleppwinden) und Rudermaschinen für SchiffeMontage | – | – | 33.000 kg je Wincheinheit (E-Single | 2 Sets | Stahl (Stahlgitter, Stahldrahtseil) |
| Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Schiffszubehör (Kompressoren, Generatoren, Winden)Engineering | – | – | – | – | – |
1 Anlagen & Maschinen
| Maschine | Hersteller / Modell | Anzahl | Arbeitsraum | Baujahr | Standort |
|---|---|---|---|---|---|
| Eintrommel-Schleppwinde (E-Single Drum Towing Winch 700) | HATLAPA Uetersener Maschinenfabrik E-Single Drum Towing Winch 700 | 2 | L=5400, B=4050, H=3000 mm; Zugkraft 700 kN, Bremskraft 1500 kN | – | Uetersen |
Zusatzleistungen
Referenzkunden
Qualität und Zertifizierung
Produkte wie Schleppwinden wurden durch Germanischer Lloyd (GL) zertifiziert; Reserveteile wurden gemäß den Klassifikationsanforderungen der GL geliefert.
| Nachweis | Uetersen |
|---|---|
| Germanischer Lloyd (GL), produktbezogen |
Historie
- 1919
Gründung durch den Ingenieur Max Hatlapa am 11. November 1919; anfangs Bau von Bäckerei- und Landmaschinen.
- 1920
20 Beschäftigte.
- 1923
40 Beschäftigte; Bau kleiner Diesel-Lokomotiven sowie Winden, Kompressoren und Generatoren für die Schiffbauindustrie.
- 1939
Tod von Max Hatlapa; seine Ehefrau Johanna übernahm die Unternehmensführung während der Kriegsjahre.
- 1945
Nach dem Krieg übernahm Hans-Heinrich Hatlapa das Unternehmen; zunächst nur Lokomotivenbau, da der Schiffbau durch die Alliierten eingeschränkt war.
- 1952
Lockerung der alliierten Beschränkungen; Rückkehr zur Produktion maritimer Produkte.
- 1995
Mitte der 1990er Jahre fast 600 Mitarbeiter.
- 2008
Krise der Seeschifffahrt nach der Weltfinanzkrise traf Hatlapa als wesentlichen Ausrüster für Neu- und Umbauten; Umsatz- und Personalabbau.
- 2009
Tod Hans-Heinrich Hatlapas; das Unternehmen fiel an seinen Sohn Hubertus.
- 2011
Umsatz Ende 2011: 118 Mio. EUR.
- 2013
Übernahme durch den finnischen Cargotec-Konzern zum 1. November 2013; Firmierung als MacGregor Hatlapa GmbH & Co. KG.
- 2014
Umsatz nach der Übernahme: 88 Mio. EUR.
- 2017
Umsatz Ende 2017: 100 Mio. EUR.
- 2019
Insolvenzanmeldung; Übernahme von Teilen durch die Rother Beteiligungsgesellschaft mbH (Uetersener Zerspanungstechnik und Vorrichtungsbau GmbH), die Anfang 2020 ebenfalls in Insolvenz ging.