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HKM – Fertigung

Integriertes Hüttenwerk in Duisburg – Roheisen, Rohstahl, Brammen und Rundstrangguss in bis zu 2.000 Stahlsorten

HK

Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH

Duisburg (Huckingen/Hüttenheim) · Ehinger Straße 200, 47259 DuisburgNeu auf Amplifa

1990Gegründet (Wurzel: Stahlwerk 1909)
3.093Mitarbeitende (2021)
3.136,0 Mio. €Umsatz (2021)
2,3 Mio. tKoks/Jahr seit 2014
bis 2.000Stahlsorten

Über HKM

Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) betreiben ein integriertes Hüttenwerk im Duisburger Süden und gehören zu 100 Prozent zum Salzgitter-Konzern. Das Unternehmen erzeugt Roheisen in zwei Hochöfen und Stahl im LD-Konverterverfahren und gießt daraus Brammen sowie Rundstrangguss in bis zu 2.000 Stahlsorten. Die Wertschöpfungskette umfasst eigene Sinteranlagen und eine Kokerei mit zwei Batterien (2,3 Mio. t Koks/Jahr); Kokerei- und Gichtgas versorgen das Kraftwerk Duisburg-Huckingen. Abnehmer sind die Gesellschafter, die das Vormaterial zu nahtlosen Rohren, Großrohren, Karosseriebauteilen und Schmiedekomponenten weiterverarbeiten; Kundenbranchen sind Automobil-, Rohr- und Stahlverarbeitungsindustrie sowie Maschinenbau. HKM trägt rund 12 % zur deutschen Rohstahlerzeugung bei und beschäftigt 3.093 Mitarbeiter (2021) bei einem Umsatz von 3.136,0 Mio. €. Geplant ist die Stilllegung der Hochöfen und der Bau eines Elektrolichtbogenofens mit 2–2,5 Mio. t Jahreskapazität zur CO₂-reduzierten Stahlproduktion bis 2029.

Standort
Duisburg
Verfahren
Brammenguss (Brammenstrangguss), Rundstrangguss, Roheisenerzeugung (Hochofen), Koksherstellung, Sinterherstellung, Stahlerzeugung im Stahlwerk (LD-/Konverterverfahren), Produktion von Brammen und Rundstrangguss (bis zu 2.000 Stahlsorten), Roheisenproduktion (Hochofen)
Werkstoffe
Stahl (Rohstahl), Roheisen, Koks, Sinter, Brammen, Rundstrangguss, Rohstahl (bis zu 2.000 Stahlsorten)
Gegründet
1990
Mitarbeiter
3093
Branchen
Automobilindustrie, Rohrindustrie, Stahlverarbeitungsindustrie, Maschinenbau
  1. 01

    Sinterherstellung

  2. 02

    Koksherstellung

  3. 03

    Roheisenerzeugung (Hochofen)

  4. 04

    Stahlerzeugung im LD-/Konverterverfahren

  5. 05

    Brammenstrangguss

  6. 06

    Rundstrangguss

Werkstoffe & Verfahren

RAW

Roheisen

Im Hochofen erzeugtes Vorprodukt für die Stahlerzeugung im Konverter.

ST

Rohstahl (bis zu 2.000 Stahlsorten)

Im LD-Stahlwerk erzeugter Stahl für Brammen- und Rundstrangguss.

BR

Brammen

Stranggegossenes Vormaterial u. a. für Karosseriebauteile und Walzwerke.

RS

Rundstrangguss

Rundprofil-Vormaterial für nahtlose Rohre und Schmiedekomponenten.

KOK

Koks

Eigenerzeugtes Reduktionsmittel für den Hochofenprozess.

SIN

Sinter

Eisenerz-Vorprodukt zur Beschickung der Hochöfen.

Standorte

Standort Duisburg

Duisburg

DE

Integriertes Hüttenwerk, Hauptsitz

Werkstoffe
Roheisen, Rohstahl, Brammen, Rundstrangguss, Koks, Sinter
  • 2 Hochöfen
  • LD-Stahlwerk/Konverter
  • Stranggussanlage Brammenfertigung
  • Stranggussanlage Rundfertigung
  • Kokerei (2 Batterien)
  • Sinteranlage
  • Elektrolichtbogenofen (geplant, 2–2,5 Mio. t/Jahr)

Einblicke in die Fertigung

Hüttenwerk HKM in Duisburg-Huckingen
Hüttenwerk HKM in Duisburg-Huckingen

Branchen

AutomobilindustrieRohrindustrieStahlverarbeitungsindustrieMaschinenbau

Verfahren & technische Grenzen

VerfahrenToleranzMax. BauteilGewichtLosgrößeWerkstoffe
Brammenguss (Brammenstrangguss)Guss––––Stahl
RundstranggussGuss––––Stahl
Roheisenerzeugung (Hochofen)Guss––––Roheisen
KoksherstellungEngineering––––Koks
SinterherstellungEngineering––––Sinter (Eisenerz-Vorprodukt)
Stahlerzeugung im Stahlwerk (LD-/Konverterverfahren)Guss––––Rohstahl

7 Anlagen & Maschinen

MaschineHersteller / ModellAnzahlArbeitsraumBaujahrStandort
Hochofen–2––Duisburg
LD-Stahlwerk / Konverter––––Duisburg
Stranggussanlage Brammenfertigung––––Duisburg
Stranggussanlage Rundfertigung––––Duisburg
Kokerei–2––Duisburg
Sinteranlage––––Duisburg
Elektrolichtbogenofen (geplant, Kapazität 2–2,5 Mio. t/Jahr)–1––Duisburg

Zusatzleistungen

Produktion von Brammen und Rundstrangguss (bis zu 2.000 Stahlsorten)Roheisenproduktion (Hochofen)KokereiSinteranlageBelieferung des Kraftwerks Duisburg-Huckingen mit Kokerei- und Gichtgas

Referenzkunden

Gesellschafter (Verarbeitung des Stahls durch die Gesellschafter)

Historie

  1. 1909

    Schulz-Knaudt errichtet ein Siemens-Martin-Stahlwerk in Duisburg-Huckingen (ca. 110.000 t Rohstahl/Jahr)

  2. 1914

    Übernahme des Werks durch die Mannesmannröhren-Werke AG / Fusion mit Mannesmann

  3. 1929

    Errichtung der Sinteranlagen und Hochöfen

  4. 1932

    Umbenennung in Heinrich-Bierwes-Hütte

  5. 1987

    Beschluss von Krupp und Mannesmann zur Zusammenführung ihrer Duisburger Stahlstandorte

  6. 1990

    Gründung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH

  7. 1993

    Schließung des Rheinhausener Werks, Konzentration auf Standort Huckingen/Hüttenheim

  8. 2006

    Investition von 40 Mio. € in Kohleeinblasung statt Schweröleinblasung im Hochofen

  9. 2010

    Bekanntgabe der Kokereierweiterung (400 Mio. €) – bis dato größte Einzelinvestition

  10. 2014

    Inbetriebnahme der zweiten Kokereibatterie (Jahresproduktion 2,3 Mio. t Koks)

  11. 2016

    Neuzustellung des Hochofens B für 120 Mio. €

  12. 2026

    thyssenkrupp (50 %) und Vallourec (20 %) verkaufen ihre Anteile an die Salzgitter AG; geplante Hochofenstilllegung und Bau eines Elektrolichtbogenofens (2–2,5 Mio. t/Jahr)

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