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Integriertes Hüttenwerk in Duisburg – Roheisen, Rohstahl, Brammen und Rundstrangguss in bis zu 2.000 Stahlsorten
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Duisburg (Huckingen/Hüttenheim) · Ehinger Straße 200, 47259 DuisburgNeu auf Amplifa
Über HKM
Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) betreiben ein integriertes Hüttenwerk im Duisburger Süden und gehören zu 100 Prozent zum Salzgitter-Konzern. Das Unternehmen erzeugt Roheisen in zwei Hochöfen und Stahl im LD-Konverterverfahren und gießt daraus Brammen sowie Rundstrangguss in bis zu 2.000 Stahlsorten. Die Wertschöpfungskette umfasst eigene Sinteranlagen und eine Kokerei mit zwei Batterien (2,3 Mio. t Koks/Jahr); Kokerei- und Gichtgas versorgen das Kraftwerk Duisburg-Huckingen. Abnehmer sind die Gesellschafter, die das Vormaterial zu nahtlosen Rohren, Großrohren, Karosseriebauteilen und Schmiedekomponenten weiterverarbeiten; Kundenbranchen sind Automobil-, Rohr- und Stahlverarbeitungsindustrie sowie Maschinenbau. HKM trägt rund 12 % zur deutschen Rohstahlerzeugung bei und beschäftigt 3.093 Mitarbeiter (2021) bei einem Umsatz von 3.136,0 Mio. €. Geplant ist die Stilllegung der Hochöfen und der Bau eines Elektrolichtbogenofens mit 2–2,5 Mio. t Jahreskapazität zur CO₂-reduzierten Stahlproduktion bis 2029.
- Standort
- Duisburg
- Verfahren
- Brammenguss (Brammenstrangguss), Rundstrangguss, Roheisenerzeugung (Hochofen), Koksherstellung, Sinterherstellung, Stahlerzeugung im Stahlwerk (LD-/Konverterverfahren), Produktion von Brammen und Rundstrangguss (bis zu 2.000 Stahlsorten), Roheisenproduktion (Hochofen)
- Werkstoffe
- Stahl (Rohstahl), Roheisen, Koks, Sinter, Brammen, Rundstrangguss, Rohstahl (bis zu 2.000 Stahlsorten)
- Gegründet
- 1990
- Mitarbeiter
- 3093
- Branchen
- Automobilindustrie, Rohrindustrie, Stahlverarbeitungsindustrie, Maschinenbau
- 01
Sinterherstellung
- 02
Koksherstellung
- 03
Roheisenerzeugung (Hochofen)
- 04
Stahlerzeugung im LD-/Konverterverfahren
- 05
Brammenstrangguss
- 06
Rundstrangguss
Werkstoffe & Verfahren
Roheisen
Im Hochofen erzeugtes Vorprodukt für die Stahlerzeugung im Konverter.
Rohstahl (bis zu 2.000 Stahlsorten)
Im LD-Stahlwerk erzeugter Stahl für Brammen- und Rundstrangguss.
Brammen
Stranggegossenes Vormaterial u. a. für Karosseriebauteile und Walzwerke.
Rundstrangguss
Rundprofil-Vormaterial für nahtlose Rohre und Schmiedekomponenten.
Koks
Eigenerzeugtes Reduktionsmittel für den Hochofenprozess.
Sinter
Eisenerz-Vorprodukt zur Beschickung der Hochöfen.
Standorte

Duisburg
DEIntegriertes Hüttenwerk, Hauptsitz
- Werkstoffe
- Roheisen, Rohstahl, Brammen, Rundstrangguss, Koks, Sinter
- 2 Hochöfen
- LD-Stahlwerk/Konverter
- Stranggussanlage Brammenfertigung
- Stranggussanlage Rundfertigung
- Kokerei (2 Batterien)
- Sinteranlage
- Elektrolichtbogenofen (geplant, 2–2,5 Mio. t/Jahr)
Einblicke in die Fertigung

Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Brammenguss (Brammenstrangguss)Guss | – | – | – | – | Stahl |
| RundstranggussGuss | – | – | – | – | Stahl |
| Roheisenerzeugung (Hochofen)Guss | – | – | – | – | Roheisen |
| KoksherstellungEngineering | – | – | – | – | Koks |
| SinterherstellungEngineering | – | – | – | – | Sinter (Eisenerz-Vorprodukt) |
| Stahlerzeugung im Stahlwerk (LD-/Konverterverfahren)Guss | – | – | – | – | Rohstahl |
7 Anlagen & Maschinen
| Maschine | Hersteller / Modell | Anzahl | Arbeitsraum | Baujahr | Standort |
|---|---|---|---|---|---|
| Hochofen | – | 2 | – | – | Duisburg |
| LD-Stahlwerk / Konverter | – | – | – | – | Duisburg |
| Stranggussanlage Brammenfertigung | – | – | – | – | Duisburg |
| Stranggussanlage Rundfertigung | – | – | – | – | Duisburg |
| Kokerei | – | 2 | – | – | Duisburg |
| Sinteranlage | – | – | – | – | Duisburg |
| Elektrolichtbogenofen (geplant, Kapazität 2–2,5 Mio. t/Jahr) | – | 1 | – | – | Duisburg |
Zusatzleistungen
Referenzkunden
Historie
- 1909
Schulz-Knaudt errichtet ein Siemens-Martin-Stahlwerk in Duisburg-Huckingen (ca. 110.000 t Rohstahl/Jahr)
- 1914
Übernahme des Werks durch die Mannesmannröhren-Werke AG / Fusion mit Mannesmann
- 1929
Errichtung der Sinteranlagen und Hochöfen
- 1932
Umbenennung in Heinrich-Bierwes-Hütte
- 1987
Beschluss von Krupp und Mannesmann zur Zusammenführung ihrer Duisburger Stahlstandorte
- 1990
Gründung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
- 1993
Schließung des Rheinhausener Werks, Konzentration auf Standort Huckingen/Hüttenheim
- 2006
Investition von 40 Mio. € in Kohleeinblasung statt Schweröleinblasung im Hochofen
- 2010
Bekanntgabe der Kokereierweiterung (400 Mio. €) – bis dato größte Einzelinvestition
- 2014
Inbetriebnahme der zweiten Kokereibatterie (Jahresproduktion 2,3 Mio. t Koks)
- 2016
Neuzustellung des Hochofens B für 120 Mio. €
- 2026
thyssenkrupp (50 %) und Vallourec (20 %) verkaufen ihre Anteile an die Salzgitter AG; geplante Hochofenstilllegung und Bau eines Elektrolichtbogenofens (2–2,5 Mio. t/Jahr)