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Historisches Gießereiensemble und Eisenhüttenmuseum – ehrenamtlich betrieben vom Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.
Industriedenkmal Königshütte Bad Lauterberg im Harz
Königshütte 1, 37431 Bad LauterbergNeu auf Amplifa
Über die Königshütte
Die Königshütte in Bad Lauterberg im Harz wurde 1733 als kurhannoversche Eisenhütte mit Gießereibetrieb errichtet und war das größte Eisenhüttenwerk des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg. Die Anlage umfasste Hochofenbetrieb, Gießerei, Kunstguss und ab 1834 eine Drahtzieherei für Drahtseile; gefertigt wurden Eisenwaren für den Harzer Bergbau sowie Kunstguss-Produkte wie Kanonen, Obelisken, Grabkreuze und der gusseiserne Springbrunnen für die Weltausstellung Paris 1889. Die Roheisenerzeugung endete 1863, der Gießereibetrieb 2001. Heute ist das unter Denkmalschutz stehende Ensemble seit Oktober 2014 als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung anerkannt und wird museal genutzt. Der 1983 gegründete Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V. betreibt das Südharzer Eisenhüttenmuseum ehrenamtlich, bietet Führungen über das Ensemble, durch die historische Gießerei mit Kupolöfen, das Eisenmagazin und die Maschinenfabrik an und führt historische Maschinen ab 1875 im laufenden Betrieb vor. Ein Archiv mit rund 5.000 technischen Zeichnungen aus den Jahren 1875 bis 1935 dokumentiert die frühere Fertigung.
- Standort
- Bad Lauterberg
- Verfahren
- Gießereibetrieb (historisch, eingestellt 2001), Kunstguss, Hochofenbetrieb / Roheisenerzeugung (historisch, endete 1863), Drahtzieherei (historisch), Maschinenfabrik / Maschinenbau (historisch), Führungen über das Ensemble und durch das Südharzer Eisenhüttenmuseum, Vorführung historischer Maschinen (ab 1875) im laufenden Betrieb, Archiv mit ca. 5.000 technischen Zeichnungen (1875–1935), nicht öffentlich zugänglich
- Werkstoffe
- Eisen, Gusseisen, Roheisen, Eisenerz
- Zertifikate
- Denkmalschutz, Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung (2014)
- Gegründet
- 1733
- Branchen
- Museum / Denkmalpflege, Historische Gießerei (Hochofen, Gießerei, Drahtzieherei), Historische Gießerei (ehem. Hochofenanlage, Gießerei, Drahtzieherei)
- 01
Erzbezugsquelle (Grube Roter Bär u. a.)
- 02
Verhüttung in Hochöfen (bis 1863)
- 03
Gießerei/Kunstguss (bis 2001)
- 04
Drahtzieherei (ab 1834)
- 05
Maschinenfabrik (historisch)
- 06
Museum und museale Nutzung (heute)
Historische Werkstoffe und Verfahren
Eisen
Grundwerkstoff der historischen Eisenwaren für den Harzer Bergbau und der Drahtseile.
Gusseisen
Werkstoff des Kunstgusses, u. a. für den Weltausstellungsbrunnen 1889, Obelisken und Grabkreuze.
Roheisen
Produkt der Verhüttung in den zwei Hochöfen bis 1863.
Eisenerz
Rohstoff aus der Grube Roter Bär und anderen Harzer Gruben.
Standort

Bad Lauterberg
DEIndustriedenkmal: Gießereiensemble mit Südharzer Eisenhüttenmuseum, Maschinenfabrik und Eisenmagazin
- Werkstoffe
- Eisen, Gusseisen (historisch)
- 2 Kupolöfen (historische Gießerei)
- 2 Hochöfen (bis 1863)
- Historische Maschinen ab 1875 (Maschinenfabrik)
Historische Erzeugnisse

Einblicke in die Fertigung

Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Gießereibetrieb (historisch, eingestellt 2001)Guss | – | – | – | – | Eisen, Gusseisen |
| KunstgussGuss | – | – | – | – | Gusseisen |
| Hochofenbetrieb / Roheisenerzeugung (historisch, endete 1863)Guss | – | – | – | – | Roheisen |
| Drahtzieherei (historisch)Umformung | – | – | – | – | Eisen |
| Maschinenfabrik / Maschinenbau (historisch)Engineering | – | – | – | – | – |
3 Anlagen & Maschinen
| Maschine | Hersteller / Modell | Anzahl | Arbeitsraum | Baujahr | Standort |
|---|---|---|---|---|---|
| Kupolofen | – | 2 | – | – | Bad Lauterberg |
| Hochofen | – | 2 | – | bis 1863 | Bad Lauterberg |
| Historische Maschinen der Maschinenfabrik | – | – | – | ab 1875 | Bad Lauterberg |
Zusatzleistungen
Denkmalpflege
Erhalt und Pflege des denkmalgeschützten Ensembles erfolgen durch den ehrenamtlich tätigen Förderkreis; historische Maschinen werden im laufenden Betrieb vorgeführt. Die rund 5.000 technischen Zeichnungen (1875–1935) sind fotografiert und inventarisiert.
| Nachweis | Bad Lauterberg |
|---|---|
| Denkmalschutz | |
| Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung (2014) |
Historie
- 1580–1624
Vorläuferanlage Süssenhütte am selben Standort
- 1732–1737
Errichtung der Königshütte als kurhannoverscher Staatsbetrieb (Architekt Karl-Heinrich Mummenthey); 1733 Gründung als Eisenhütte mit Gießereibetrieb
- 1820–1832
Zweite Bauphase: Umbau und Modernisierung der Anlage
- 1834
Beginn der Fertigung von Drahtseilen
- 1859
Ausstellung von Königshütter Kunst-Guß-Waaren auf der Gewerbeausstellung des Gewerbevereins für das Königreich Hannover
- 1863
Ende der Roheisenerzeugung mit zwei Hochöfen
- 1889
Springbrunnen aus Gusseisen für die Weltausstellung Paris gefertigt
- 1983
Gründung des Förderkreises Königshütte Bad Lauterberg e.V.
- 1986
Ensemble unter Denkmalschutz gestellt
- 2001
Einstellung des Gießereibetriebs
- 2014
Anerkennung als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung