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Brauerei in Koblenz-Stolzenfels, die Pils, Bräu und Radler nach dem Reinheitsgebot produzierte (Betrieb 2024 eingestellt)

Koblenzer Brauerei GmbH
Koblenz (Stolzenfels)Neu auf Amplifa
Über die Koblenzer Brauerei
Die Koblenzer Brauerei GmbH in Koblenz-Stolzenfels ging aus der 1689 im Alten Brauhaus der Koblenzer Altstadt begründeten Brautradition hervor und firmierte früher als Königsbacher Brauerei. 1885 verlegte Josef Thillmann den Produktionsstandort an den Königsbach, der dort in den Rhein mündet. Das Unternehmen braute und füllte Biermarken wie Pils, Bräu und Radler ab und betrieb auf dem Werksgelände ein 72 Meter hohes Tankhochhaus mit 15 Stockwerken und einem Lagervolumen von 15 Millionen Litern. Zur Infrastruktur gehörten eine eigene Bahnbetriebsstelle an der linken Rheinstrecke mit Verladegleis sowie eine eigene Kläranlage. Ab 1992 gehörte die Brauerei zum Karlsberg-Verbund, 2012 erfolgte die Neugründung als Koblenzer Brauerei GmbH. Im November 2023 wurde Insolvenz angemeldet; mangels Investoren wurde der Betrieb am 31. Januar 2024 eingestellt und die Brauerei liquidiert.
- Standort
- Koblenz
- Verfahren
- Bierbrauerei und Abfüllung, eigener Gleisanschluss mit Verladegleis an der linken Rheinstrecke
- Werkstoffe
- Biermarken Koblenzer und Nette Edel Pils
- Gegründet
- 1689
- Mitarbeiter
- ca. 50
- Branchen
- Brauwirtschaft/Getränkeindustrie
- 01
Brauen (Sudhaus)
- 02
Gärung und Reifung (Tankhochhaus)
- 03
Abfüllung (Fässer, Flaschen)
- 04
Vertrieb
- 05
Verladung über eigenen Gleisanschluss
Biermarken und Sortiment
Biermarken Koblenzer und Nette Edel Pils
Ab November 2023 umfasste das Sortiment Pils, Pils Alkoholfrei, Radler, Bräu, KellerBräu sowie Bräu NaturRadler (mit und ohne Alkohol).
Standort
Koblenz (Stolzenfels)
DEBrauerei und Abfüllung am Königsbach, eigene Bahnbetriebsstelle an der linken Rheinstrecke
- Werkstoffe
- Pils, Pils Alkoholfrei, Radler, Bräu, KellerBräu, Bräu NaturRadler
- 72 m Tankhochhaus mit 15 Mio. Liter Lagervolumen
- vollautomatisierte Füllanlage für Edelstahlfässer (1974, erste in Deutschland)
- eigene Kläranlage
- Gleisanschluss mit Verladegleis
Einblicke in die Fertigung

Branchen
Zusatzleistungen
Referenzkunden
Historie
- 1608
Bierprivileg des Kurfürsten Lothar von Metternich für die Stadt Koblenz
- 1689
Beginn des Bierbrauens im Alten Brauhaus in der Koblenzer Altstadt
- 1814
Johann Stahl übernahm nach französischer Besatzungszeit das Brauhaus
- 1885
Josef Thillmann gründete die Bierbrauerei Josef Thillmann und verlegte den Produktionsstandort an den Königsbach
- 1900
Umbenennung in Königsbacher Brauerei AG; Erwerb der Prümm'schen Brauerei in Niedermendig
- 1913
Kauf der Nassauer Union-Brauerei in Nassau (Lahn)
- 1938
Erwerb der J. Bubser Brauerei zur Nette in Weißenthurm
- 1965
Kauf der Gebr. Fuchs – Kirchberger Brauhaus in Kirchberg (Hunsrück)
- 1968–1970
Bau des 72 m hohen Tankhochhauses (15 Stockwerke, 15 Mio. Liter)
- 1971
Erwerb der Mehrheit an der Hirschbrauerei AG in Düsseldorf
- 1974
Inbetriebnahme der ersten vollautomatisierten Füllanlage für Edelstahlfässer in Deutschland sowie einer eigenen Kläranlage
- 1992
Königsbacher Brauerei wurde Teil des Karlsberg-Verbunds
- 1997
Nette Edel Pils wird in der Königsbacher Brauerei gebraut
- 2010
Bitburger Holding übernahm nationale Vertriebs- und Markenrechte von Königsbacher und Nette Edel Pils
- 2012
Verkauf der Braustätte an Egon Heckmann (Rhenser Mineralbrunnen) und Isabell Schulte-Wissermann; Gründung der Koblenzer Brauerei GmbH, Marke Koblenzer
- 2018
Bayerischer Investor kaufte das Brauereigelände, Pläne für Wohnbebauung
- 2023
Insolvenzantrag im November; ca. 50 Betriebsangehörige informiert
- 2024
31. Januar: Betriebseinstellung und Liquidation; Markenrechte Koblenzer gehen an Rhenser Mineralbrunnen, Produktion künftig bei Brauerei Königshof in Krefeld