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Gießerei für einbaufertige Aluminium- und Kupfergussteile mit angeschlossener CNC-Bearbeitung in Südwestfalen
Ohm & Häner Metallwerk GmbH & Co. KG
Olpe-Friedrichsthal (Olpe-Dahl) · DrolshagenNeu auf Amplifa
Über Ohm & Häner
Die Ohm & Häner Metallwerk GmbH & Co. KG ist ein 1961 gegründetes, inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen aus Olpe in Nordrhein-Westfalen. Die Gießerei für Nichteisenmetalle fertigt einbaufertige Gussteile aus Aluminium- und Kupfergusslegierungen für den Maschinen- und Gerätebau sowie die Automobilindustrie. Die Produktion erfolgt in zwei Werken: am Stammwerk Olpe-Friedrichsthal (Olpe-Dahl) mit Maschinenformguss, Kaltharzhandformerei und Kokillengießerei sowie in der 2008 in Drolshagen in Betrieb genommenen Aluminium-Sandgießerei mit vollautomatischen HWS-Formanlagen. An die Gießereien ist seit der Gründung ein eigener mechanischer Fertigungsbereich mit CNC-Dreh- und Fräsmaschinen angeschlossen, sodass die Gussteile fertig bearbeitet geliefert werden können. Das Unternehmen entwickelte unter anderem die mit dem Umweltbundesamt geförderte MikroSort-Sandaufbereitung zur nahezu rückstandsfreien Trennung von Formstoff und Fremdstoffen und nutzt als eine der ersten Gießereien weltweit Echtzeit-Prozessdaten zur Regelung der Formanlagen.
- Standort
- Olpe-Friedrichsthal
- Verfahren
- Sandguss (HWS-Formanlage Werk I), Sandguss (HWS-Formanlage Werk II), Maschinenformguss, Kaltharzhandformerei (Einzelstückfertigung), Kokillenguss, Drehen (CNC), Fräsen (CNC, Fräs-Drehzentren), Einbaufertige Gussteile / mechanische Endbearbeitung
- Werkstoffe
- Aluminiumgusslegierungen, Kupfergusslegierungen
- Zertifikate
- Sensor- und kamerabasierte Prozessüberwachung der Formanlagen
- Gegründet
- 1961
- Mitarbeiter
- 39
- Branchen
- Maschinen- und Gerätebau, Automobilindustrie
- 01
Modell-/Formherstellung
- 02
Guss (Sandguss, Maschinenformguss, Kaltharzhandformerei, Kokillenguss)
- 03
Sandaufbereitung (MikroSort)
- 04
CNC-Drehen und Fräsen
- 05
Endbearbeitung
- 06
Einbaufertige Lieferung
Werkstoffe und Gießverfahren
Aluminiumgusslegierungen
Einsatz im Aluminium-Sandguss, Maschinenformguss, Kaltharzhandformerei und Kokillenguss für Maschinenbau und Automobilindustrie.
Kupfergusslegierungen
Einsatz im Sandguss, Maschinenformguss und Kokillenguss am Stammwerk Olpe.
Standorte
Olpe-Friedrichsthal (Olpe-Dahl)
DEStammwerk: Gießerei für Kupfer- und Aluminiumguss, mechanische Fertigung
- Stückgewicht / Größe
- Sandguss 0,8–100 kg; Kokillenguss 0,01–60 kg
- Werkstoffe
- Aluminium- und Kupfergusslegierungen
- HWS-Formanlage (805 × 725 × 300 mm, bis 80 Formen/h)
- 6 Rüttel-Press Formmaschinen (bis 1.500 × 800 mm)
- 20 Vertikal-, Horizontal- und Kippgießmaschinen
- Fräs-Drehzentrum DMC 125 FD (DMG, Duoblock)
- CNC-Fahrständermaschinen
Drolshagen
DEWerk II: Aluminium-Sandgießerei (seit 2008)
- Stückgewicht / Größe
- Gussteilgewichte 0,5–60 kg
- Werkstoffe
- Aluminiumgusslegierungen
- Vollautomatische HWS-Formanlage (700 × 630 mm, bis 250 Formen/h)
- MikroSort-Sandaufbereitungsanlage (Eirich, 2012)
Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Sandguss (HWS-Formanlage Werk I)Guss | – | 805 mm × 300 mm (Kastenhöhe) | 0,8 kg – 100 kg | – | Kupferlegierungen, Aluminiumlegierungen |
| Sandguss (HWS-Formanlage Werk II)Guss | – | 700 mm × 630 mm | 0,5 kg – 60 kg | – | Aluminiumlegierungen |
| MaschinenformgussGuss | – | 1.500 mm × 800 mm | – | – | Aluminiumlegierungen, Kupferlegierungen |
| Kaltharzhandformerei (Einzelstückfertigung)Guss | – | 4.000 mm × 1.500 mm | 2.000 kg | 1 | Aluminiumlegierungen |
| KokillengussGuss | – | 1.200 mm × 1.200 mm | 0,01 kg – 60 kg | – | Kupferlegierungen, Aluminiumlegierungen |
| Drehen (CNC)Zerspanung | – | – | – | – | Aluminiumlegierungen, Kupferlegierungen |
| Fräsen (CNC, Fräs-Drehzentren)Zerspanung | – | – | – | – | Aluminiumlegierungen, Kupferlegierungen |
| Einbaufertige Gussteile / mechanische EndbearbeitungMontage | – | – | – | – | Aluminiumlegierungen, Kupferlegierungen |
6 Anlagen & Maschinen
| Maschine | Hersteller / Modell | Anzahl | Arbeitsraum | Baujahr | Standort |
|---|---|---|---|---|---|
| HWS-Formanlage | Heinrich Wagner Sinto | 2 | Werk I: Kastengröße 805 × 725 × 300 mm; Werk II: 700 × 630 mm | – | Olpe-Dahl (Werk I), Drolshagen (Werk II) |
| Rüttel-Press Formmaschine | – | 6 | bis 1.500 × 800 mm bzw. 950 mm quadratisch | – | Olpe-Dahl |
| Kippgießmaschine / Kokillengießmaschine | – | 20 | Werkzeugaufspannfläche 500 × 300 mm bis 1.200 × 1.200 mm | – | – |
| Fräs-Drehzentrum (Duoblock) | DMG (Deckel Maho) DMC 125 FD | – | – | – | Olpe-Dahl |
| CNC-Fahrständermaschine | – | – | – | – | – |
| MikroSort-Sandaufbereitungsanlage | Eirich MikroSort | 1 | – | 2012 | Drolshagen |
Zusatzleistungen
Qualität
Im Rahmen eines mit der Bergakademie Freiberg, der Universität Siegen und Heinrich Wagner Sinto geförderten Forschungsprojekts wurde ein Regelungssystem auf Basis von Echtzeit-Prozessdaten und Kameratechnik aufgebaut, das die Qualität von Grünsandformen unmittelbar während des Formprozesses auswertet und optimiert.
| Nachweis | Olpe-Friedrichsthal (Olpe-Dahl) | Drolshagen |
|---|---|---|
| Sensor- und kamerabasierte Prozessüberwachung der Formanlagen |
Historie
- 1961
Gründung durch Formermeister Paul Ohm und Dreher Alois Häner in Olpe-Friedrichsthal mit zehn Mitarbeitern.
- 1979
Belegschaft bis Ende der 1970er Jahre auf 39 Mitarbeiter gewachsen.
- 1980
Beginn der stärksten Wachstumsphase mit 345 % Umsatzsteigerung in zehn Jahren und mehrfachem Ausbau des Werks.
- 1985
Ergänzung um größere CNC-gesteuerte Fahrständermaschinen.
- 2005
Erweiterung der spanenden Endbearbeitung durch eine Halle mit neutraler Energiebilanz (Abwärmenutzung, 18 Erdsonden à 100 m); Einsatz von Fräs-Drehzentren in Duoblock-Bauweise.
- 2008
Produktionsbeginn der neuen Aluminiumgießerei in Drolshagen am 10. September auf einem 70.000 m² Grundstück; eine der modernsten Sandgießereien Europas.
- 2010
AiF-ZIM-Förderung des Forschungsprojekts zur Optimierung gießereitechnischer Fertigungsprozesse mit Bergakademie Freiberg, Universität Siegen und Heinrich Wagner Sinto (1 Mio. € Volumen); Best Paper Award auf der eKNOW.
- 2012
Entwicklung der MikroSort-Sandaufbereitung mit Förderung des Umweltbundesamts, weltweit einzigartige Anlage; Dr. Ludger Ohm wird Vizepräsident des VDG (bis 2013).
- 2014
Preis der IHK Siegen für die Forschungsergebnisse zu Complex Event Processing Systemen.