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Manufakturporzellan aus eigener Herstellung – Geschirr, Objekte und Sonderanfertigungen seit 1747.
Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG GmbH
FürstenbergNeu auf Amplifa
Manufakturporzellan seit 1747
Die Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG GmbH stellt seit 1747 in Fürstenberg im südniedersächsischen Weserbergland feines Manufakturporzellan her. Das Sortiment umfasst Geschirrserien (Teller, Tassen, Becher, Kannen, Platten, Schalen), Servierzubehör, Porzellanfiguren sowie Objekte für Interior Design wie Vasen, Dosen und Kleinmöbel, hergestellt unter den Marken FÜRSTENBERG und SIEGER by FÜRSTENBERG. Die Porzellanmasse wird aus Kaolin, Quarz und Feldspat aufgebaut; ein Großteil der Fertigung erfolgt in Handarbeit, vom Schlickerguss in Gipsformen über das manuelle Garnieren mehrtelliger Produkte bis zum Porzellanbrand mit individuellen Brennhilfen. Ergänzend werden Glasuren, Handmalerei, Goldstaffagen und Kristallglasuren angeboten. Neben Kollektionsartikeln fertigt die Manufaktur Sonderanfertigungen und Individualisierungen – von eigenen Porzellanformen über Initialen und Wappen bis zu individuellen Dekoren – von Einzelartikeln über Kleinserien bis zu Großauflagen. Zu den Kunden zählen unter anderem Royal Salute, das Hotel-Restaurant Lalique (Château Lafaurie-Peyrague), Silversea Cruises und die Öffentliche Versicherung. Der Standort umfasst die Produktion neben dem Schloss Fürstenberg, den 600 m² großen Manufaktur Werksverkauf und das Porzellanmuseum im Schloss.
- Standort
- Fürstenberg
- Verfahren
- Porzellanherstellung (Manufakturporzellan, Großteil in Handarbeit), Schlickerguss (Gießen flüssiger Porzellanmasse/Schlicker in Gipsformen), Garnieren (manuelle Montage mehrtelliger Porzellanprodukte, z. B. Henkel, Tülle, Deckel), Porzellanbrand (Brennen im Ofen mit Brennhilfen), Glasieren, Handmalerei / Dekore (inkl. Goldstaffagen, individuelle Dekore, Kristallglasuren), Sonderanfertigungen / Individualisierung (eigene Porzellanformen, Objekte, Initialen, Wappen), Porzellanfiguren- und Modellherstellung (Bossierer, Modelleure, Former)
- Werkstoffe
- Porzellan (Kaolin, Quarz, Feldspat), Gips (Arbeitsformen), Kristallglasuren (Gold- und Grüntöne), Schlickerguss (flüssige Porzellanmasse), Goldstaffagen / Handmalerei
- Gegründet
- 1747
- Branchen
- Tischkultur, Interior Design, Hotellerie und Gastronomie, Geschenkartikel
- 01
Konzeption und Formentwicklung
- 02
Schlickerguss in Gipsformen
- 03
Garnieren mehrtelliger Produkte per Hand
- 04
Porzellanbrand mit Brennhilfen
- 05
Glasieren
- 06
Handmalerei / Dekore
- 07
Werksverkauf und Vertrieb
Porzellanmasse und Verfahren
Porzellan (Kaolin, Quarz, Feldspat)
Grundmasse aller Geschirre, Objekte und Figuren; Scherben mit extrem dünnem Aufbau.
Schlickerguss (flüssige Porzellanmasse)
Guss flüssiger Porzellanmasse in Gipsarbeitsformen, die nach ca. 50 Verwendungen ersetzt werden.
Gips (Arbeitsformen)
Werkstoff der Arbeitsformen für den Schlickerguss.
Kristallglasuren (Gold- und Grüntöne)
Eingesetzt bei Sonderanfertigungen wie Whiskyflaschen für Royal Salute.
Goldstaffagen / Handmalerei
Dekore, die über Ränder und Henkel laufen und nur als Handmalerei umsetzbar sind.
Manufaktur Fürstenberg
Fürstenberg
DEManufaktur, Produktion, Werksverkauf (600 m²), Museum
- Losgröße
- Einzelartikel bis Großauflagen
- Werkstoffe
- Porzellan (Kaolin, Quarz, Feldspat), Gipsformen, Kristallglasuren
- Porzellan-Brennofen
- Gipsformen (Arbeitsformen für Schlickerguss)
- Glasurmühle (historische Kaolin-Aufbereitung)
Porzellanprodukte




Einblicke in die Fertigung


Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Porzellanherstellung (Manufakturporzellan, Großteil in Handarbeit)Guss | – | – | – | Einzelartikel – Großauflagen | Porzellan |
| Schlickerguss (Gießen flüssiger Porzellanmasse/Schlicker in Gipsformen)Guss | – | – | – | – | Porzellan (Schlicker), Gips (Arbeitsformen) |
| Garnieren (manuelle Montage mehrtelliger Porzellanprodukte, z. B. Henkel, Tülle, Deckel)Montage | – | – | – | – | Porzellan |
| Porzellanbrand (Brennen im Ofen mit Brennhilfen)Wärmebehandlung | – | – | – | – | Porzellan |
| GlasierenOberfläche | – | – | – | – | Porzellan |
| Handmalerei / Dekore (inkl. Goldstaffagen, individuelle Dekore, Kristallglasuren)Oberfläche | – | – | – | – | Porzellan |
| Sonderanfertigungen / Individualisierung (eigene Porzellanformen, Objekte, Initialen, Wappen)Engineering | – | – | – | Einzelartikel – Großauflagen | Porzellan |
| Porzellanfiguren- und Modellherstellung (Bossierer, Modelleure, Former)Guss | – | – | – | – | Porzellan |
3 Anlagen & Maschinen
| Maschine | Hersteller / Modell | Anzahl | Arbeitsraum | Baujahr | Standort |
|---|---|---|---|---|---|
| Porzellan-Brennofen | – | – | – | – | Fürstenberg |
| Glasurmühle | – | – | Aufbereitung von Kaolin (historisch, Fohlenplacken) | – | Fürstenberg |
| Gipsformen (Arbeitsformen für Schlickerguss, ca. 50 Verwendungen) | – | – | – | – | Fürstenberg |
Zusatzleistungen
Referenzkunden
Historie der Manufaktur
- 1747
Gründung der Porzellanmanufaktur Fürstenberg am 11. Januar 1747 durch Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel; Johann Georg von Langen mit der Durchführung beauftragt.
- 1750
Erster Brand von über 100 Geschirrteilen in einem neuen Porzellanbrennofen; Einbezug des Schlosses Fürstenberg in den Manufakturbetrieb.
- 1753
Herzog Carl I. verfügte die Kennzeichnung aller Porzellanstücke mit dem blauen 'F', das bis heute Markenzeichen ist; Arkanist Johann Kilian Benckgraff brachte das Wissen um die Porzellanherstellung.
- 1774
Erstmals Gewinn; Eröffnung einer Verkaufsniederlassung in Berlin.
- 1888
Umwandlung der gepachteten Manufaktur in eine Aktiengesellschaft.
- 1906
Gründung einer externen Malerei in Dresden.
- 1966
Umwandlung in eine GmbH als Tochter der Braunschweigischen Staatsbank (Vorgängerin der NORD/LB); 98 % NORD/LB, 2 % Landkreis Holzminden.
- 1972
Verlagerung der Produktion in neue Fertigungsgebäude neben dem Schloss Fürstenberg.
- 2019
Übernahme der NORD/LB-Anteile durch das Land Niedersachsen im Dezember 2019.