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Trink- und Betriebswasserversorgung für über eine Million Menschen und die Industrie im westlichen Ruhrgebiet

RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH
Mülheim an der Ruhr · Essen-Kettwig · Dorsten · Reken · Velen · GladbeckNeu auf Amplifa
Über die RWW
Die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH mit Sitz in Mülheim an der Ruhr versorgt seit 1912 mehr als eine Million Menschen sowie Industrie- und Gewerbebetriebe im westlichen Ruhrgebiet, im angrenzenden Münsterland, in Kommunen des Rhein-Erft-Kreises sowie in den Kreisen Kleve und Steinfurt mit Trink- und Brauchwasser. 2025 betrug die Wasserabgabe 71,5 Millionen Kubikmeter, davon 34,7 Millionen Kubikmeter an Sonderabnehmer aus Industrie und Gewerbe. Die Wasserwerke fördern Grundwasser aus den Halterner Sanden und Recklinghäuser Sandmergeln sowie Oberflächenwasser aus der Ruhr; die Aufbereitung erfolgt unter anderem mit dem überwiegend biologischen Mülheimer Verfahren (Ozon, Aktivkohle, Bodenpassage), Enteisenung, Entmanganung und UV-Desinfektion. Für industrielle Großabnehmer betreibt die RWW das Seewasserwerk Dorsten "Blauer See" für Betriebswasser. Über das Wasserkraftwerk Kahlenberg erzeugt das Unternehmen rund 15 GWh Ökostrom pro Jahr. Als Teil der Westenergie/E.ON-Gruppe beschäftigt die RWW 467 Mitarbeitende bei einem Umsatz von 140,7 Millionen Euro (2025).
- Standort
- Mülheim an der Ruhr
- Verfahren
- Trinkwasseraufbereitung (Enteisenung, Entmanganung), Trink- und Brauchwasserversorgung, Betriebswasserversorgung (Industriegrößtabnehmer), Wasserspender für Unternehmen (Miet-/Kaufoptionen inkl. Wartung), Behälterreinigung, Armaturenkontrolle, Wasserverlustanalyse, Leckortung
- Werkstoffe
- Grundwasser (Halterner Sanden / Recklinghäuser Sandmergeln), Oberflächenwasser der Ruhr, Betriebswasser (Seewasserwerk Dorsten 'Blauer See')
- Zertifikate
- ISO 14001, EMAS
- Gegründet
- 1912
- Mitarbeiter
- 467
- Branchen
- Wasserversorgung (Privat-, Industrie- und Gewerbekunden), Energieerzeugung (Wasserkraft)
- 01
Wassergewinnung (Grund- und Oberflächenwasser)
- 02
Aufbereitung (Enteisenung, Entmanganung, Mülheimer Verfahren, UV-Desinfektion)
- 03
Steuerung und Überwachung über zentrale Leitwarte
- 04
Verteilung über Leitungsnetz
- 05
Kundenservice und messtechnische Kontrolle
Gewinnung und Aufbereitung
Grundwasser (Halterner Sanden / Recklinghäuser Sandmergeln)
Förderung aus Brunnen in 80 bis 120 Meter Tiefe; Aufbereitung durch Enteisenung und Entmanganung.
Oberflächenwasser der Ruhr
Aufbereitung nach dem Mülheimer Verfahren mit Ozon, Aktivkohlefiltern und mehrtägiger Bodenpassage (Multi-Barrieren-System).
Betriebswasser (Seewasserwerk Dorsten 'Blauer See')
Versorgung industrieller Großabnehmer aus einem Speichersee mit rund 280.000 m³ Volumen.
Wasserwerke und Standorte

Mülheim-Styrum/Ost
DERuhrwasserwerk (Trinkwasser), zentrale Schaltwarte, Prüflabor, Hauptwerkstätten, Zentrale
- Werkstoffe
- Oberflächenwasser der Ruhr
- Zentrale Leitwarte
- Prüflabor
- Mülheimer Verfahren Variante 1
- UV-Anlage
- Notchloranlage
- Aquatorium
Mülheim-Styrum/West
DERuhrwasserwerk (Trinkwasser)
- Werkstoffe
- Oberflächenwasser der Ruhr
- Mülheimer Verfahren Variante 2
- UV-Anlage
- Notchloranlage
Essen-Kettwig
DERuhrwasserwerk 'vor der Brücke' (Trinkwasser für das südliche Versorgungsgebiet)
- Werkstoffe
- Oberflächenwasser der Ruhr
- Mülheimer Verfahren Variante 2
- UV-Anlage
- Sickerschlitzgräben
- Dichtwand
Dorsten-Holsterhausen
DEGrundwasserwerk (Trinkwasser)
- Werkstoffe
- Grundwasser (Halterner Sanden)
- 64 Brunnen
- Enteisenung/Entmanganung
- Schlammwasser-Aufbereitung
Dorsten 'Blauer See'
DESeewasserwerk (Betriebswasser für industrielle Großabnehmer)
- Werkstoffe
- Oberflächenwasser aus Hammbach/Wienbach
- Speichersee (280.000 m³)
- Freispiegelleitung
Reken-Melchenberg
DEGrundwasserwerk (Trinkwasser) / Service-Point Dorsten/Reken
- Werkstoffe
- Grundwasser (Halterner Sanden)
- 6 Brunnen
- Phosphat-Dosierung
- Vollautomatischer Betrieb
Velen-Tannenbültenberg
DEGrundwasserwerk (Trinkwasser)
- Werkstoffe
- Grundwasser (Recklinghäuser Sandmergel)
- 3 Brunnen
- Enteisenungsanlage
- Absetzbecken
Kahlenberg
DEWasserkraftwerk auf der Schleuseninsel Mülheim (Ökostrom)
- Werkstoffe
- Ruhrwasser
- Francis-Doppelkammer-Turbine
- Zwei Kaplan-Turbinen
- Wehranlage Kahlenberg
Leistungen




Einblicke in die Fertigung



Branchen
Verfahren & technische Grenzen
| Verfahren | Toleranz | Max. Bauteil | Gewicht | Losgröße | Werkstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Trinkwasseraufbereitung (Enteisenung, Entmanganung)Sonstiges | – | – | – | – | Wasser |
Zusatzleistungen
Referenzkunden
Qualität und Zertifizierung
Ein unabhängiges Prüflabor untersucht das Trinkwasser regelmäßig am Wasserwerksausgang und im Verteilnetz; alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden unterschritten. Die Betriebssysteme für Umwelt- und Arbeitsschutz, Informationssicherheit, Resilienz und Energieeinsatz sind in einem Integrierten Managementsystem (IMS) zusammengefasst.
| Nachweis | Mülheim-Styrum/Ost |
|---|---|
| ISO 14001 | |
| EMAS |
Historie
- 1871
Grundstein für das heutige Ruhrwasserwerk Styrum/Ost: Zusammenschluss des Oberhausener Wasserwerks und des Wasserwerks Thyssen & Cie.
- 1912
Gründung der RWW; der Betrieb des Ruhrwasserwerks Styrum/Ost liegt seitdem in ihrer Verantwortung.
- 1922-1926
Errichtung des Wasserkraftwerks Kahlenberg auf der Schleuseninsel in Mülheim.
- 1927
Inbetriebnahme des Grundwasserwerks Dorsten-Holsterhausen.
- 1944
RWW übernimmt den Betrieb des Wasserwerks Essen-Kettwig 'vor der Brücke'.
- 1955
Inbetriebnahme des Ruhrwasserwerks Mülheim-Styrum/West und des Seewasserwerks Dorsten 'Blauer See'.
- 1958
Inbetriebnahme des Grundwasserwerks Velen-Tannenbültenberg.
- 1968
Inbetriebnahme des Grundwasserwerks Reken-Melchenberg.
- 1974
Kapazitätserhöhung des Wasserwerks Dorsten-Holsterhausen auf 29 Mio. m³/Jahr durch die Brunnengalerie Üfter Mark.
- 1982
Betrieb des Ruhrwasserwerks Styrum/Ost nach dem Mülheimer Verfahren, Variante 1.
- 2018
UV-Anlage ersetzt die Chlorung im Wasserwerk Styrum/Ost (ab März).
- 2026
Sicherheitschlorung im Wasserwerk Essen-Kettwig durch UV-Anlage ersetzt.