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Shell Rheinland Raffinerie – Fertigung

Raffiniert Rohöl zu Kraftstoffen, petrochemischen Grundstoffen und grünem Wasserstoff an zwei Werken bei Köln.

SH

Shell Energy and Chemicals Park Rheinland (Shell Deutschland GmbH)

Köln-Godorf (Werk Nord) · Wesseling (Werk Süd)Neu auf Amplifa

1937Gründung Werk Wesseling
1960Eröffnung Werk Godorf
1.400Mitarbeitende (plus ca. 1.500 Kontraktoren)
17 Mio. t/JahrRohölverarbeitungskapazität (Stand 2017)
4,4 km²Gesamtfläche beider Werkteile

Über den Energy and Chemicals Park Rheinland

Der Shell Energy and Chemicals Park Rheinland (vormals Rheinland Raffinerie) wird von der Shell Deutschland GmbH betrieben und ist die größte Raffineriestandort-Gruppe Deutschlands. Er umfasst die beiden Werkteile Nord in Köln-Godorf und Süd in Wesseling auf einer Gesamtfläche von rund 4,4 km². Gefertigt werden Kraftstoffe wie Benzin, Diesel und Kerosin, Heizöle, Bitumen und Schwefel sowie petrochemische Grundstoffe wie Ethen, Propen, Methanol, Aromaten und Naphtha. Die Rohölverarbeitung erfolgt über Destillation, Konversions- und Hydrieranlagen; die Kapazität lag 2017 bei 17 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr, davon 9 Mio. t in Godorf und 7 Mio. t in Wesseling. Seit 2021 produziert eine 10-MW-Elektrolyseanlage bis zu 1.300 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr; die Kraftstoffherstellung in Wesseling wurde 2025 beendet. Die Standorte liegen direkt am Rhein und sind über Pipelines, Binnenschiff, Bahn und Straße logistisch angebunden.

Standort
Köln-Godorf
Verfahren
Herstellung von Kraftstoffen, Heizölen, Bitumen, Schwefel, Petrochemische Grundstoffe (Ethen, Propen, Methanol, Aromaten etc.), Grüner Wasserstoff per Elektrolyse (10 MW, bis 1300 t/Jahr), Logistik via Pipeline, Binnenschiff, Bahn, Straße
Werkstoffe
Rohölverarbeitung, Petrochemische Grundstoffe, Grüner Wasserstoff
Mitarbeiter
1400
Branchen
Mineralölraffination, Petrochemie, Kraftstoffversorgung, Wasserstoff
  1. 01

    Rohölanlieferung via Rotterdam-Rhein-Pipeline bzw. Nord-West-Oelleitung

  2. 02

    Destillation

  3. 03

    Konversion (u. a. Hydrocracker)

  4. 04

    Weiterverarbeitung und Entschwefelung

  5. 05

    Petrochemische Aufarbeitung bzw. Elektrolyse (Wasserstoff)

  6. 06

    Versand via Pipeline, Binnenschiff, Bahn, Straße

Produkte und Verfahren

Rohöl

Rohölverarbeitung

Destillation und Konversion zu Kraftstoffen, Heizölen und Bitumen.

PETRO

Petrochemische Grundstoffe

Ethen, Propen, Butene, Aromaten, Methanol, Naphtha und Hydrowax für die chemische Industrie.

H2

Grüner Wasserstoff

10-MW-Elektrolyseanlage mit bis zu 1.300 t Jahresproduktion.

Standorte

Köln-Godorf

DE

Werk Nord – Raffinerie (Energy and Chemicals Park Nord)

Stückgewicht / Größe
9 Mio. t Rohöl/Jahr
Werkstoffe
Kraftstoffe, Heizöle, Bitumen, petrochemische Grundstoffe
  • Destillations- und Weiterverarbeitungsanlagen
  • Hydrocracker (sechs seit 2005)
  • Isomerisationsanlage

Wesseling

DE

Werk Süd – Raffinerie (Shell Energy and Chemicals Park Süd)

Stückgewicht / Größe
7 Mio. t Rohöl/Jahr (Produktion 2025 beendet)
Werkstoffe
Methanol, Ammoniak, petrochemische Grundstoffe, grüner Wasserstoff
  • Wasserstoff-Elektrolyseur (10 MW)
  • Methanolanlagen
  • Connect-Pipeline-Anbindung

Branchen

MineralölraffinationPetrochemieKraftstoffversorgungWasserstoff

Zusatzleistungen

Herstellung von Kraftstoffen, Heizölen, Bitumen, SchwefelPetrochemische Grundstoffe (Ethen, Propen, Methanol, Aromaten etc.)Grüner Wasserstoff per Elektrolyse (10 MW, bis 1300 t/Jahr)Logistik via Pipeline, Binnenschiff, Bahn, Straße

Historie

  1. 1937

    Gründung Werk Wesseling durch die Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG als Hydrierwerk zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe aus Braunkohle.

  2. 1945

    Wiederaufbau nach Kriegsschäden; Produktion von Methanol und Ammoniak für die Düngemittelindustrie.

  3. 1949

    Wiederaufnahme der Kraftstoffproduktion auf Basis von Rohöl.

  4. 1960

    Eröffnung Werk Godorf als größte Raffinerie der Deutschen Shell AG mit zunächst 4 Mio. t Jahresdurchsatz.

  5. 1967

    Inbetriebnahme eines zweiten Komplexes aus Destillations- und Weiterverarbeitungsanlagen in Godorf.

  6. 1989

    Einbringung der Verarbeitungs- und Vertriebsaktivitäten der UK in die DEA Mineralöl AG.

  7. 2002

    Fusion der Vorgängerwerke zur Rheinland Raffinerie.

  8. 2004

    Übernahme der Raffinerie Wesseling durch die Shell Deutschland Oil.

  9. 2005

    Erweiterung der Hydrocracker-Kapazität in Godorf um zwei Cracker aus der stillgelegten Raffinerie Shell Haven.

  10. 2013

    Inbetriebnahme der 3,8 km langen Connect-Pipeline zwischen den Werksteilen.

  11. 2021

    Umbenennung in Shell Energy and Chemicals Park Rheinland; Inbetriebnahme des größten Wasserstoff-Elektrolyseurs Europas (10 MW).

  12. 2025

    Ende der Rohölverarbeitung zu Kraftstoffen in Wesseling.

  13. 2028

    Geplante Inbetriebnahme einer Anlage zur Herstellung von Grundölen.

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