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Hersteller technischer Keramik: Steatit-, Cordierit- und Aluminiumoxid-Bauteile vom Sprühkorn bis zur geprüften Fertigteilserie.

ST

Steka-Werke Technische Keramik GmbH & Co. KG

InnsbruckNeu auf Amplifa

1949Gegründet
ca. 50Mitarbeitende
ca. 5 Mio. €Jahresumsatz
24 Pressen, 40–300 kNPresskapazität
ca. 1 mMax. Stranglänge (Extrusion)

Über Steka

Steka-Werke Technische Keramik GmbH & Co KG ist ein österreichischer Hersteller technischer Keramik mit Sitz in Innsbruck-Rossau. Gefertigt werden Bauteile aus Steatit (C220/C221/C230 nach DIN VDE 0335), porösem Steatit, Porzellan (C110), dichtem und porösem Cordierit sowie Aluminiumoxid mit 50–60 %, über 80 % und über 99 % Al2O3. Die Formgebung erfolgt durch uniaxiales Trockenpressen auf 24 mechanischen Axial-Pulverpressen mit 40 bis 300 kN sowie durch Extrudieren auf Kolbenpressen und Vakuumstrangpressen. Nach Trocknung und Grünbearbeitung (Schneiden, Gewindeschneiden, Fräsen, Bohren) folgen Sinterbrand, Oberflächenveredelung durch Trowalisieren oder Glasieren und eine bis zu 100-prozentige Sicht-, Druck- oder elektronische Qualitätskontrolle. Das Unternehmen entwickelt gemeinsam mit Kunden individuelle Lösungen ab der Konstruktionsphase, fertigt vom Prototyp bis zur Großserie und unterhält einen hauseigenen Werkzeugbau. Zu den Abnehmerbranchen zählen Elektrowärme, Energie, Hausgeräte, Messtechnik, Automobiltechnik, Luftfahrt und Umwelttechnik; rund 50 Mitarbeitende erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 5 Mio. Euro.

Standort
Innsbruck
Verfahren
Extrudieren / Strangpressen, Trockenpressen (uniaxiales Pulverpressen), Grünbearbeitung (Zuschneiden, Gewindeschneiden, Fräsen, Bohren), Sintern, Trowalisieren, Glasieren, Qualitätskontrolle (Sicht-, Druck-, elektronische Prüfung), Werkzeugbau (Presswerkzeuge)
Werkstoffe
Steatit, Poröser Steatit, Porzellan, Cordierit dicht, Cordierit porös, Aluminiumoxid (50–60 % Al2O3), Aluminiumoxid (>80 % Al2O3), Aluminiumoxid (>99 % Al2O3)
Gegründet
1949
Mitarbeiter
ca. 50
Branchen
Elektrowärme, Energieverteilung und -erzeugung, Hausgeräte, Messtechnik/Sensoren, Automobiltechnik, Luftfahrt
  1. 01

    Materialvorbereitung (Sprühkorn, chargengenaue Aufbereitung)

  2. 02

    Trockenpressen

  3. 03

    Extrudieren/Strangpressen

  4. 04

    Trocknung

  5. 05

    Grünbearbeitung (Schneiden, Gewindeschneiden, Fräsen, Bohren)

  6. 06

    Sintern

  7. 07

    Oberflächenveredelung (Trowalisieren, Glasieren)

  8. 08

    Qualitätskontrolle

  9. 09

    Versand/Logistik

Werkstoffe und Verfahren

C220/C221

Steatit (DIN VDE 0335)

Magnesiumsilikatkeramik mit hoher mechanischer Festigkeit und Isolationsfähigkeit für Bauteile mit engen Toleranzen.

C230

Poröser Steatit

Poröse Silikatkeramik für Anwendungen mit Wärme- oder Stofftransport, z. B. Verdampfer.

C110

Porzellan

Klassische Silikatkeramik für elektrische Isolierbauteile wie Elektroporzellan.

C410

Cordierit dicht

Dichte Cordieritkeramik für Anwendungen mit hoher Temperaturwechselbeständigkeit.

C511/C530

Cordierit porös

Poröse Cordieritkeramik u. a. für Partikelabscheidung und Infrarotheizstäbe.

C620

Aluminiumoxid 50–60 % Al2O3

Oxidkeramik für verschleiß- und korrosionsbeständige Elektrobauteile.

Al2O3

Aluminiumoxid >80 % Al2O3

Aluminiumoxidkeramik für höhere mechanische und elektrische Anforderungen.

Al2O3

Aluminiumoxid >99 % Al2O3

Hochreines Aluminiumoxid für anspruchsvolle Isolier- und Verschleißanwendungen.

Standorte

Innsbruck-Rossau

AT

Produktions- und Verwaltungsstandort

Losgröße
Kleinauflage bis Großserie
Werkstoffe
Steatit, Cordierit, Aluminiumoxid, Porzellan
  • 24 mechanische Axial-Pulverpressen (40–300 kN)
  • 3 Kolbenpressen
  • 3 Vakuumstrangpressen mit Förderschnecken (Kaskadenanordnung)
  • 1 Vakuumstrangpresse mit rechtwinkliger Schneckenanordnung
  • Gasbeheizte Kammeröfen mit Abgasnachverbrennung
  • Hauseigener Werkzeugbau

Branchen

ElektrowärmeEnergieverteilung und -erzeugungHausgeräteMesstechnik/SensorenAutomobiltechnikLuftfahrtElektromobilitätUmwelttechnikEnergie (Energieverteilung und -erzeugung)Umwelttechnik (Partikelabscheidung, Verdampfer)

Verfahren & technische Grenzen

VerfahrenToleranzMax. BauteilGewichtLosgrößeWerkstoffe
Extrudieren / StrangpressenKunststoff–ca. 1 m Stränge–Kleinauflage – GroßserieSteatit, Cordierit, Aluminiumoxid, Porzellan
Trockenpressen (uniaxiales Pulverpressen)Kunststoff–––GroßserieSteatit, Cordierit, Aluminiumoxid
Grünbearbeitung (Zuschneiden, Gewindeschneiden, Fräsen, Bohren)Zerspanung––––Steatit, Cordierit, Aluminiumoxid
SinternWärmebehandlung––––Steatit, Cordierit, Aluminiumoxid, Porzellan
TrowalisierenOberfläche––––Technische Keramik
GlasierenOberfläche––––Technische Keramik
Qualitätskontrolle (Sicht-, Druck-, elektronische Prüfung)Prüfung––––Technische Keramik
Werkzeugbau (Presswerkzeuge)Engineering–––––
Entwicklung / Beratung (Prototypen, Produktentwicklung)Engineering––––Technische Keramik
Fertigung von Keramikbauteilen im Metallverbund (z. B. genietete Lampensockel)Fügen––––Steatit

4 Anlagen & Maschinen

MaschineHersteller / ModellAnzahlArbeitsraumBaujahrStandort
Mechanische Axial-Pulverpresse–24Nennpresskraft 40–300 kN–Innsbruck
Kolbenpresse (Extrusion)–3––Innsbruck
Vakuumstrangpresse mit Förderschnecken (Kaskadenanordnung)–3––Innsbruck
Vakuumstrangpresse mit rechtwinkliger Schneckenanordnung–1––Innsbruck

Zusatzleistungen

Entwicklung und Konstruktion (Entwicklungspartnerschaft ab Konstruktionsphase)Hauseigener WerkzeugbauTrockenpressenExtrudieren/StrangpressenGrünbearbeitung (Schneiden, Gewindeschneiden, Fräsen, Bohren)SinternOberflächenveredelung (Trowalisieren, Glasieren)Qualitätskontrolle (Sicht-, Druck- oder elektronische Prüfung bis 100 %)Forschungskooperationen mit Universitäten und ForschungseinrichtungenVersand/Logistik

Referenzkunden

Swarovski (historischer Bezug bei Gründung)Siemens (historisch, Paul Dax als Vorstand Siemens Tirol)

Historie

  1. 1949

    Gründung als Tiroler Steatit- und Keramikwerke Rojkowski & Co. KG in Matrei am Brenner (Management Buy-out aus Swarovski) zur Herstellung von Hochfrequenzkeramik und Elektroporzellan.

  2. 1959

    Zwei Tunnelöfen gehen in Betrieb; bis zu 40 t Keramikbauteile pro Monat, der Standort Matrei wird zu klein.

  3. 1961

    Umzug in das Betriebsgebäude in Innsbruck-Rossau.

  4. 1967

    Otto Dax entwickelt das Unternehmen zum exportorientierten Spezialisten für die Elektroindustrie.

  5. 1975

    Technologische Entwicklungen prägen das Unternehmen.

  6. 1987

    Umbenennung in STEKA-Werke technische Keramik GmbH & Co. KG.

  7. 1988

    Ersatz der ölbetriebenen Tunnelöfen durch gasbeheizte Kammeröfen mit Abgasnachverbrennung.

  8. 1993

    Entwicklung halbautomatischer Fertigungseinrichtungen für Keramikbauteile im Metallverbund, z. B. genietete Lampensockel.

  9. 2011

    Markus und Nicola Dax übernehmen die Leitung nach dem Tod von Otto Dax.

  10. 2012

    Markus und Nicola Dax werden alleinige Eigentümer.

  11. 2015

    Modernisierungen und Nachhaltigkeitsmaßnahmen, u. a. Photovoltaikanlagen und verbesserte Absauganlagen.

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